2007.12.18 Neuss : Kiel und Hamburg ziehen ins Halbfinale ein

Titelverteidiger THW Kiel und der HSV Hamburg haben als erste Mannschaften das Halbfinale um den deutschen Handball-Pokal erreicht. Kiel bezwang Zweitligist Friesenheim, Hamburg den Rekordmeister aus Gummersbach.

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Jubel beim THW Kiel

Auch im Pokal schlägt das deutsche Handball-Herz im hohen Norden: Sowohl Titelverteidiger THW Kiel als auch Vorgänger HSV Hamburg haben am Dienstag das Cup-Halbfinale erreicht. Während die Kieler den Zweitligisten TSG Friesenheim klar mit 37:26 (21:13) besiegten, setzte sich der HSV in der Top-Begegnung des Viertelfinals gegen den VfL Gummersbach mit 33:30 (18:15) durch. Die beiden weiteren Final-Four-Teilnehmer (29./30. März 2008 in Hamburg) werden am Mittwoch in den Spielen zwischen Vorjahresfinalist Rhein-Neckar Löwen und Zweitligist TSV Burgdorf sowie des Bundesliga-Vierten HSG Nordhorn bei Absteiger HSG Düsseldorf ermittelt.

Gummersbach startet stark

Im einzigen Duell zweier Bundesligisten waren die Gäste aus Gummersbach zunächst das effektivere Team und lagen bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit stets mit ein bis zwei Treffern vorn. Erst kurz vor der Pause drehten die Hanseaten plötzlich auf und setzten sich gleich mit drei Toren ab. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus und erreichten zum dritten Mal in Folge die Pokal-Endrunde.

Entscheidenden Anteil am Hamburger Sieg hatte Nationalspieler Pascal Hens, der mit zehn Toren erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft war. Zudem machte sich beim HSV der Torwartwechsel nach 20 Spielminuten vom Schweden Per Sandström zu Johannes Bitter bezahlt, durch den die Norddeutschen mehr Sicherheit gewannen. Für den Rekordmeister aus Gummersbach war Vedran Zrnic mit acht Treffern bester Schütze.

THW souverän eine Runde weiter

Derweil hatte der THW gegen Friesenheim erwartungsgemäß keine Mühe. Die durch einen Magen-Darm-Virus geschwächten "Zebras" bestanden ihre Pflichtübung auf dem Weg zum angestrebten fünften Cupsieg auch mit angezogener Handbremse. Bester Werfer der Kieler war der schwedische Nationalspieler Marcus Ahlm, der insgesamt zehnmal erfolgreich war.