2007.12.19 Neuss : Völler lehnt Friedensgipfel mit Bierhoff ab

Rudi Völler will nach dem öffentlichen Streit mit Oliver Bierhoff kein Schlichtungstreffen. Dem Sportdirektor von Bayer Leverkusen genügt es, den Disput bei einem zufälligen Aufeinandertreffen beizulegen.

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Rudi Völler will keinen Friedensgipfel

Dem hitzigen Wortwechsel zwischen Rudi Völler und Oliver Bierhoff zum Trotz, will der ehemalige DFB-Teamanager keinen Friedensgipfel mit dem Nationalmannschaftsmanager. "Es wird kein spezielles Treffen geben, das ist auch nicht nötig. Wir werden uns irgendwann wieder über den Weg laufen und uns dann die Hand geben. Natürlich werden wir dann noch mal über einige Dinge sprechen, bei denen wir vielleicht unterschiedlicher Auffassung sind", sagte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen vor dem UEFA-Cup-Spiel seiner Mannschaft beim FC Zürich im DSF.

Mitte November hatte Völler seinen ehemaligen Kapitän in der Öffentlichkeit scharf angegriffen, ihn zu etwas mehr Demut und zu größerer Zurückhaltung geraten. Zudem hatte der Weltmeister von 1990 Bierhoff geraten, sich bei Dr. Müller-Wohlfahrt untersuchen zu lassen, da das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen müsse. Bierhoff hatte diesen Attacken als "niveauloses Stammtischniveau" bezeichnet. Völler meinte am Mittwoch, dass man in diesem Geschäft schon mal Sachen von sich gebe, wenn man in Rage ist, die man nachher nicht mehr so sagen würde.