2007.12.20 Neuss : "Club" will 2007 erfolgreich abschließen

Mit einem abschließenden Sieg und dem Einzug in die K.o. -Runde des UEFA-Cups will der 1. FC Nürnberg ein "sensationelles" Jahr 2007 krönen. Gegner ist der noch punktlose griechische Pokalsieger AE Larissa.

pk
Will einen erfolgreichen Abschluss: FCN-Trainer Hans Meyer

Bundesligist 1. FC Nürnberg hat es im UEFA-Cup selbst in der Hand, den Einzug in die K.o.-Runde zu schaffen und sich ein großes Weihnachtsgeschenk zu bescheren. "In diesem Spiel können wir dafür sorgen, dass 2007 - trotz aller aktuellen Sorgen in der Liga - als sensationelles Jahr in die Geschichte des 1. FC Nürnberg eingeht. Das Weiterkommen wäre eine Sensation", sagt Sportdirektor Martin Bader vom DFB-Pokalsieger vor dem entscheidenden UEFA-Cup-Spiel beim griechischen Pokalsieger AE Larissa am heutigen Donnerstag (20.45 Uhr MEZ/Konferenzschaltung im ZDF).

Sollte der Coup glücken, wäre Weihnachten für ihn angesichts der Abstiegssorgen in der Liga "ein wenig schöner". Das dürfte für das gesamte Team gelten. Zumal den "Club"-Profis von Bader für den Erfolgsfall eine "großzügige Prämie" in Aussicht gestellt wurde. Einem Bericht der Nürnberger Abendzeitung zufolge handelt es sich dabei um die Gesamtsumme von 400.000 Euro.

Mit einem Sieg beim noch punktlosen Tabellenletzten der Gruppe A wäre die Mannschaft von Trainer Hans Meyer sicher in der K.o. -Runde und dürfte damit im internationalen Wettbewerb überwintern. Ein Unentschieden reicht, um das üppige Weihnachtsgeld einzustreichen, sofern der niederländische Vertreter AZ Alkmaar gegen den bereits qualifizierten FC Everton aus England verliert.

"Wir sind so weit gekommen, da wollen wir jetzt nicht nachlassen. Es liegt alles in unseren Händen. Und das Erreichen der nächsten Runde wäre die Krönung", sagt Kapitän Tomas Galasek. Der Tscheche, der zuletzt wegen einer Wadenblessur fraglich war, hat sich rechtzeitig wieder fit gemeldet und wird von Beginn an auflaufen.

Personell kann Coach Meyer in seinem 76. Europapokalspiel damit nahezu aus dem Vollen schöpfen. Weiterhin verzichten muss der 65-Jährige allerdings noch auf die Dauerverletzten Robert Vittek und Javier Pinola. Dabei ist dagegen der griechische Nationalstürmer Angelos Charisteas, der erstmals seit sechs Jahren wieder mit einem Verein in seiner Heimat spielt.

Meyer: "Wir wissen alles über den Gegner"

Auch für Meyer wäre der Einzug in die Runde der letzten 32 das i-Tüpfelchen des internationalen Abenteuers: "Für uns war ja schon das Erreichen der Gruppenphase eine große Sache. Und dass wir uns durch den Heimsieg gegen Alkmaar sogar die Chance auf ein Weiterkommen offen gehalten haben und Larissa nicht nur eine Urlaubsreise wird, ist doch eine feine Sache, die man so nicht erwarten konnte." Entsprechend akribisch hat sich der Club seinen Worten zufolge über den Gegner, in der griechischen Super League derzeit auf Platz zehn, informiert. "Wir wissen alles - wann sie essen, trinken und aufs Klo gehen", sagt Meyer gewohnt neckisch.

Aufgefallen sein dürfte den Franken dabei auch der Name Marco Förster. Der 31 Jahre alte Innenverteidiger, der für die damaligen Zweitligisten VfB Leipzig und FSV Zwickau von 1995 bis 1998 35 Spiele absolvierte, will die Begegnung nutzen, um sich für eine Rückkehr nach Deutschland zu empfehlen.