2007.12.22 Neuss : Riesch verpasst Sieg bei Super-Kombi nur knapp

Maria Riesch ist bei der Superkombination im österreichischen St. Anton haarscharf am ersten Weltcupsieg der Saison vorbeigeschrammt. Die Partenkirchenerin landete beim Sieg von Lindsey Vonn (USA) auf dem zweiten Platz.

pst1
Den Sieg knapp verpasst: Maria Riesch

Maria Riesch hat ihre gute Form im alpinen Ski-Weltcup der Frauen bestätigt. Die Partenkirchenerin landete in der Superkombination im österreichischen St. Anton in 2:20,91 Minuten 63 Hundertstelsekunden hinter Siegerin Lindsey Vonn aus den USA (2:20,28) auf dem zweiten Platz und machte sich damit selbst "das schönste Weihnachtsgeschenk", wie sie betonte. Dritte wurde in Julia Mancuso eine weitere Amerikanerin (2:20,93).

Nach dem besten Ergebnis einer deutschen Ski-Rennläuferin bei einer Weltcup-Kombination seit fünf Jahren und ihrer dritten Fahrt auf das Podest in dieser Saison war Riesch "total glücklich". Die 23-Jährige durfte sich über rund 14.000 Euro Preisgeld freuen und machte das Ausscheiden bei der Abfahrt am Freitag wett.

"Das war ein versöhnlicher Abschluss", sagte Riesch, die sich nach ihrem Abfahrts-Aus noch "maßlos geärgert" hatte. Anders als in der Königsdisziplin behielt sie in der Kombination die Nerven. Mit der viertbesten Abfahrtszeit ging sie in den finalen Slalom-Lauf - und zauberte dort die Bestzeit in den eisigen Schnee. "Das war eine taktische Meisterleistung", lobte Alpindirektor Wolfgang Maier.

17 Athletinnen ausgeschieden

Zahlreiche andere Athletinnen hatten große Probleme auf den anspruchsvollen Pisten am Arlberg, die die Frauen zum ersten Mal im Weltcup unter die Bretter nahmen. Sieben Starterinnen scheiterten in der Abfahrt, weitere zehn blieben im Torlauf auf der Strecke, darunter die österreichischen Top-Läuferinnen Marlies Schild und Nicole Hosp. "Das war ein Favoritensterben", sagte Riesch.

Maier meinte, dass "dieses Rennen über dem Niveau der Frauen lag. Man hat sich die beiden schwersten Hänge der Welt ausgesucht, da waren 80 Prozent überfordert." Cheftrainer Mathias Berthold, der die Slalom-Ausfälle von Fanny Chmelar und Gina Stechert zu beklagen hatte, nannte den Wettbewerb "überflüssig. Ich bin ein Gegner der Super-Kombi, weil kein hochklassiger Sport geboten wird."

Riesch stieß im Gesamtweltcup mit nun 389 Punkten auf Platz drei vor, in Führung liegt Vonn (474) vor Hosp (419). "Ich schiele schon auf die Gesamtwertung, aber Hosp ist kaum zu schlagen", sagte Riesch.