2007.12.23 Neuss : Völler attestiert Bierhoff und Löw "gute Arbeit"

Rudi Völler hat lobende Worte für Bundestrainer Joachim Löw sowie Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff gefunden. "Die Zusammenarbeit klappt wunderbar", so der ehemalige DFB-Coach.

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Schlägt einen friedlicheren Kurs ein: Rudi Völler

Rudi Völler übt sich in Harmonie vor dem Weihnachtsfest. Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen fand lobende Worte für Bundestrainer Joachim Löw sowie Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff. "Er macht einen guten Job. Die Zusammenarbeit klappt wunderbar", sagte Völler im Express-Interview über Löw.

"Haben keinen Streit"

Zu seinem früheren Spieler Bierhoff, mit dem Völler Mitte November aneinandergeraten war, meinte er: "Wir haben keinen Streit. Oliver Bierhoff und alle beim DFB machen gute Arbeit und holen aus den einzelnen Spielern noch das letzte Quäntchen raus, um erfolgreich zu sein." Einen sogenannten Friedensgipfel mit Bierhoff schloss Völler aber erneut aus. "Irgendwann werden wir uns sicher über den Weg laufen, und dann werden wir uns auch mal zusammensetzen und darüber reden."

Völler, von 2000 bis 2004 als Teamchef für die Nationalmannschaft verantwortlich, glaubt insgesamt an eine positive Entwicklung des deutschen Fußballs: "Die Generation um Podolski und Schweinsteiger ist bereits gut, aber nun kommt der nächste Schub. Die Krise ist vorbei, es geht nach oben." Dennoch sei noch viel zu tun: "An England, Italien und Spanien kommen wir noch nicht vorbei. Aber Frankreich sollten wir langsam überholen. Das Ziel muss sein, in Europa wieder vierte Kraft zu werden."

Dass dazu Kapital nötig ist, weiß Völler: "Klar ist: Geld ist nicht alles, spielt aber eine große Rolle. Und da kann, ausgenommen die Bayern, kaum ein Klub in Deutschland mit den europäischen Topvereinen mithalten." Um diesen Status quo zu ändern, sollte man nach Meinung von Völler aber nicht den Fehler begehen, Großinvestoren in die Klubs zu holen: "Das könnte man. Aber man muss auch auf die Gefahr hinweisen. Was passiert, wenn ein Abramowitsch bei Chelsea von heute auf morgen aufhört? Dann bricht alles zusammen."