2007.12.28 Neuss : Bartels sieht Rosberg als kommenden Weltmeister

Ex-Formel-1-Pilot Michael Bartels hat den deutschen Fahrern in der "Königsklasse" des Motorsports eine goldene Zukunft prophezeit. Der 38-Jährige sieht besonders in Nico Rosberg einen kommenden Weltmeister.

bbi1
Michael Bartels hält sehr viel von Nico Rosberg

Michael Bartels prognostiziert den deutschen Fahrern eine glänzende Zukunft in der Formel 1. "Einer von den Fahrern, die sich da in der Nach-Schumacher-Ära tummeln, wird sicher irgendwann in einem Auto sitzen, das gut genug ist, um damit um die Weltmeisterschaft zu fahren", sagte der 39-Jahre alte ehemalige Formel-1-Pilot aus Plettenberg dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Es müsse jemand schaffen, bei Ferrari, BMW, McLaren oder Renault unterzukommen, erklärte Bartels. Das seien die vier Teams, die in den nächsten Jahren um den WM-Titel fahren. Und einer der deutschen Fahrer werde irgendwann über eines dieser Teams sicher seinen Weg zum WM-Titel machen. "Am ehesten traue ich das jedoch Nico Rosberg zu, er hat alles, was man als Rennfahrer braucht, er ist für mich der Weltmeister der Zukunft."

Sechs deutsche Fahrer vertreten

Insgesamt sind sechs deutsche Fahrer im nächsten Jahr in der Formel 1 vertreten. "Leitwolf" ist BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach), Nico Rosberg (Wiesbaden) fährt weiterhin für das Williams-Team, Youngster Sebastian Vettel (Heppenheim) bestreitet 2008 seine erste komplette WM-Saison für Toro Rosso, Adrian Sutil (Gräfelfing) steht beim Spyker-Nachfolge-Team Force India unter Vertrag, und Timo Glock (Wersau) übernimmt den Platz von Ralf Schumacher bei Toyota. Nico Hülkenberg (Emmerich) ist als Williams-Testfahrer in der Warteschleife.

Bartels traut auch GP2-Champion Glock, der weiter in der Speed Academy der Deutschen Post in der Nachwuchsförderung engagiert ist, einiges zu: "Timo hat in der härtesten Serie unterhalb der Formel 1 den Titel gewonnen. Das zeigt, dass es in Deutschland viele junge Fahrer mit einer großen Zukunft gibt." Er glaube aber nicht, dass Glock schon im ersten Jahr den Rückstand aufholen kann, den Toyota auf die Top-Teams hat. Bartels: "Ich gehe dennoch davon aus, dass Timo Glock mit seiner Motivation, seiner Arbeitsweise und seinem fahrerischen Können frischen Wind in das Team bringt und einiges bewegen kann."

Auch Bartels will im kommenden Jahr wieder angreifen und einen Titel holen. Der 39-Jährige fährt 2008 weiterhin für das Vitaphone Racing Team aus Herborn in der FIA-GT-Meisterschaft. Wegen einer Nieren-Operation konnte der Sauerländer den Titel in der vergangenen Saison nicht erfolgreich verteidigen, er freute sich allerdings mit Teamkollege Thomas Biagi (Italien) über den Fahrertitel. Außerdem gewann sein Arbeitgeber zum dritten Mal in Folge die Teamwertung, und Maserati siegte erneut in der Herstellerwertung.