2007.12.31 Neuss : Qualifikation in Garmisch auf Dienstag verschoben

Die Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ist wegen schlechter Windverhältnisse abgebrochen worden und kann am Silverstertag nicht mehr stattfinden. Der Durchgang wird am Dienstag nachgeholt.

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Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen abgebrochen

Miserable Windverhältnisse haben am Silverstertag die Durchführung der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen verhindert und die Vierschanzentournee-Premiere der neuen Olympiaschanze verdorben. "Für heute ist Schluss. Wir haben keine Aussichten, dass wir den Durchgang heute noch durchbringen", sagte Walter Hofer, Renndirektor des Internationalen Skiverbands (FIS). Die Qualifikation für das zweite Springen der 56. Vierschanzentournee findet nun am Dienstag um 11.00 Uhr (von 10.45 bis 12.05 live in der ARD) statt. Das Springen wird wie geplant um 13.45 Uhr (ebenfalls live) ausgetragen, allerdings ohne den K.o.-Modus. Stattdessen werden die 50 qualifizierten Springer wie im Weltcup zwei Durchgänge durchführen.

Die Qualifikation auf dem 14,5 Millionen teuren Neubau musste am Montag wegen ständig wechselnder Winde und somit ungleicher Bedingungen nach 17 von 74 Springern abgebrochen und verlegt werden.

Muskuläre Probleme bei Uhrmann

Michael Uhrmann kam die Unterbrechung gelegen. "Ich habe muskuläre Probleme. Ich habe schon befürchtet, dass irgendwann der Einbruch kommt. Dass es jetzt ausgerechnet zur Tournee passiert, ist wirklich bitter", sagte der 29-Jährige. Uhrmann hatte sich im Februar bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo einen Trümmerbruch im Fuß zugezogen und dadurch große Teile der Vorbereitung verpasst.

Somit bietet sich den Nachwuchsspringern Felix Schoft (Partenkirchen), Kevin Horlacher (Degenfeld), Erik Simon (Aue), Julian Musiol (Zella-Mehlis), Andreas Wank sowie dem erfahrenen Jörg Ritzerfeld (beide Oberhof) eine neue Chance. Die sechs Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) mussten bei miserablen Windbedingungen vom Bakken und wären chancenlos gewesen.

Lokalmatador Schoft hat sich ohnehin viel für seinen Heimauftritt vorgenommen. Der 17 Jahre alte deutsche Jugendmeister hatte die Schanze mit einem Satz auf 132m offiziell eingeweiht.

"Es ist schade für die Fans"

"Natürlich ist es schade für die Fans, aber es ist auch eine vernünftige Entscheidung. Es freut mich besonders für den Nachwuchs, dass er eine erneute Chance erhält", sagte Herrmann Wehrle vom DSV.

Große Probleme hatten die Organisatoren auch mit dem neuen Anlaufspur-System Skiline. Aufgrund stark einsetzenden Schneefalls musste die Qualifikation bereits nach vier Springern erstmals abgebrochen und mit 45-minütiger Verspätung neu gestartet werden.

Bei Qualifikation und Springen am Neujahrstag sollte es keine Probleme geben, der Wetterbericht sagt nur leichte Bewölkung und keine Niederschläge voraus.