2008.01.09 Neuss : Kein Platzhirsch bei Ferrari und McLaren-Mercedes

Trotz seines Titelgewinns wird Kimi Räikkönen in der neuen Formel-1-Saison bei Ferrari keine Sonderbehandlung erfahren und mit Felipe Massa auf eine Stufe gestellt. Auch die "Silberpfeile" setzen auf Gleichbehandlung.

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Setzt auf Gleichstellung: Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali

Ferrari setzt auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung erneut auf den Teamgedanken und die Maxime gleiche Chancen für alle. Der neue Weltmeister Kimi Räikkönen wird bei den Italienern keine Sonderbehandlung erfahren und vom Team die gleiche Unterstützung bekommen wie der Brasilianer Felipe Massa. "Die Voraussetzungen sind die gleichen wie im letzten Jahr. Priorität hat, dass es dem Team gut geht. Deshalb starten Kimi Räikkönen und Felipe Massa auf gleichem Niveau", sagte der neue Teamchef Stefano Domenicali am Mittwoch in Madonna di Campiglio.

Mit der Gleichbehandlung beider Fahrer liegt Ferrari auf der gleichen Linie wie der Erzrivale McLaren-Mercedes. Dort begrüßt Vize-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien), nach der Rückkehr von Fernando Alonso (Spanien) zu Renault eigentlich der neue Platzhirsch im Team, ausdrücklich, dass Neuzugang Heikki Kovalainen (Finnland) gleiche Bedingungen erhält. "Wir werden gleich behandelt. Und ich denke, dass das der beste Weg ist", sagte Hamilton in einem Interview der offiziellen Formel-1-Internetseite (www.formula1.com).

"Sind dazu da, einander zu besiegen"

"Am Ende des Tages sind wir dazu da, einander zu besiegen, aber auch, das Team nach vorne zu bringen", sagte der 23-Jährige Hamilton, der aber ein faires Duell mit Kovalainen erwartet. Zumal er zu dem Finnen schnell einen guten Draht gefunden hat. "Er ist mir sehr ähnlich und mag es, sich zu unterhalten. Er ist viel offener, deshalb ist es einfach, mit ihm zu reden. Es entwickelt sich sogar schon eine Art von Freundschaft", sagte Hamilton, dessen Team bei der Präsentation am Montag in Stuttgart beide WM-Titel als Ziel ausgegeben hat.

Ferrari dagegen will beide WM-Kronen erfolgreich verteidigen. Domenicali sieht dafür gute Chancen. "Unser Auto ist wettbewerbsfähig, genau wie unsere Fahrer", sagte der Italiener, der als Teamchef die Nachfolge von Jean Todt angetreten hat.