2008.01.09 Neuss : Kovacs will in Peking nicht starten

Ohne Schwimmerin Agnes Kovacs werden die Olympischen Sommerspiele in Peking stattfinden. Die Ungarin, Titelverteidigerin über 200m Brust, verzichtet wegen des inzwischen hinfällig gewordenen Dopingverdachts.

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Agnes Kovacs verzichtet auf Peking-Start

Für den ungarischen Schwimmstar Agnes Kovacs wird es wohl keine Olympischen Sommerspiele in Peking geben. Die Olympiasiegerin von Sydney will auf ihre Teilnahme in der chinesischen Hauptstadt verzichten, weil sie ihren Ruf als beschädigt ansieht, nachdem sie zunächst in Dopingverdacht geraten, dann aber freigesprochen worden war.

"Dopingtests sind notwendig, aber man muss sie menschlich durchführen. Das ist in meinem Fall nicht passiert. Egal, wer dafür verantwortlich ist - mein Name ist nun mit Doping verbunden. Deshalb werde ich bei Olympia nicht starten, vielleicht nie mehr", sagte die 26-Jährige. Die achtmalige Europameisterin und Ex-Weltmeisterin hatte bei einer unangekündigten Kontrolle am 30. Oktober nicht die vorgeschriebene Menge Urin abgegeben, die Abgabe einer neuerlichen Probe scheiterte direkt im Anschluss aus Termingründen.

Die Goldgewinnerin von Sydney über 200m Brust musste zu einem Treffen mit UNICEF-Offiziellen. Der nationale Verband erkannte im Nachhinein den Termin als angemessene Entschuldigung an und wertete die verpasste Probe deshalb nicht als Dopingvergehen.