2008.01.16 Neuss : Allofs: "Gespräche mit Werder an erster Stelle"

"Die Gespräche mit Werder Bremen stehen für mich an erster Stelle. Es geht aber immer darum, was man für sich selbst als den richtigen Weg sieht", äußerte Werder-Manager Klaus Allofs zu seinem 2009 auslaufenden Vertrag.

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Werder-Manager Klaus Allofs

In einem Interview hat Manager Klaus Allofs einen möglichen Abschied vom Bundesligisten Werder Bremen nach Ablauf seines laufenden Vertrages 2009 nicht kategorisch ausgeschlossen. "Die Gespräche mit Werder Bremen stehen für mich an erster Stelle. Es geht aber immer darum, was man für sich selbst als den richtigen Weg sieht. Deshalb ist das auch keine prinzipielle Absage an andere Vereine. Wenn man das dann als richtigen Schritt in der Karriere sehen würde, muss man es machen", sagte Allofs im Gespräch mit der Westdeutschen Zeitung (Donnerstag-Ausgabe).

Heimatgefühle nach nur einer Woche

Ende Dezember war der frühere Nationalspieler als möglicher Nachfolger von Uli Hoeneß beim Erzrivalen und Rekordmeister Bayern München ins Gespräch gebracht worden, wenn Hoeneß in eineinhalb Jahren in den Aufsichtsrat der Bayern wechseln will. Danach hatte Allofs gesagt, dass er sich in Bremen total wohl fühle und nicht das Gefühl habe, dass seine Aufgabe dort in absehbarer Zeit zu Ende ginge.

In Bremen bildet Allofs seit Jahren ein kongeniales Duo mit Trainer Thomas Schaaf. Als "Geheimnis" der erfolgreichen Bremer Transferpolitik nannte Allofs im WZ-Interview, "dass sich die Spieler bei uns weiter entwickeln. Selbst Spieler auf Top-Niveau wie Johan Micoud haben sich bei uns noch verbessert. Das ist die große Stärke von Thomas Schaaf, der jedem eine Chance gibt. Und es gibt Spieler wie Naldo oder Diego, die kommen in eine neue Umgebung und fühlen sich bereits nach einer Woche zuhause."

"Verantwortung und Kompetenzen klar abgesteckt"

Zudem seien bei Werder "Verantwortung und Kompetenzen klar abgesteckt". Konflikte könne man in Bremen auf ein Minimum reduzieren, sagte Allofs. Deshalb sei Bremen aber "kein Schlaraffenland wie vielleicht noch bei Otto Rehhagel". Als er und Trainer Thomas Schaaf begonnen hätten, "haben wir uns vorgenommen, nicht zu einer Mannschaft der Namenlosen zu werden. Wir wollen wahrgenommen werden, aber wir haben es immer geschafft, die Konflikte früh genug anzugehen und zu lösen."