2008.01.18 Neuss : Norwegen und Kroatien qualifizieren sich vorzeitig

Norwegen hat bei der EM im eigenen Land mit einem überzeugenden 32:21-Sieg gegen Russland vorzeitig die Hauptrunde erreicht. Titelfavorit Kroatien setzte sich standesgemäß mit 30:26 gegen Tschechien durch.

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Norwegens Steinar Ege war Spieler des Spiels gegen Russland

Gastgeber Norwegen und Olympiasieger Kroatien sind bei der Handball-EM als erste Mannschaften in die Hauptrunde eingezogen. Am zweiten Vorrunden-Spieltag gewannen die Skandinavier in Gruppe B überraschend deutlich mit 32:21 (15:10) gegen Russland. Unerwartet schwer tat sich Kroatien in Gruppe A gegen Tschechien, holte durch das 30:26 (13:13) aber ebenfalls den wichtigen zweiten Sieg.

Vize-Weltmeister Polen machte durch das 33:27 (23:14) gegen Slowenien einen großen Schritt Richtung Hauptrunde und kann sich zum Vorrunden-Abschluss sogar eine Niederlage mit drei Toren Unterschied gegen Tschechien erlauben. Der WM-Dritte Dänemark wahrte durch das 32:24 (18:9) gegen EM-Neuling Mazedonien seine Chancen, braucht am Sonntag gegen Russland jedoch noch einen Punkt, um sicher Platz drei zu erreichen.

Angefeuert von 4900 Zuschauern in Drammen legten die Norweger nach ausgeglichenem Beginn schon in der ersten Hälfte den Grundstein für den Erfolg. Der ehemalige Gummersbacher Torhüter Steinar Ege war mit 58 Prozent gehaltenen Würfen erneut ein starker Rückhalt, bester Torschütze war Frode Hagen mit neun Treffern. Der Olympia-Dritte Russland hat nach dem Unentschieden zum Auftakt gegen Montenegro weiterhin nur einen Punkt auf dem Konto.

Bei den Kroaten trugen sich gegen den WM-Zwölften Tschechien Ausnahme-Handballer Ivano Balic sechsmal und Blazenko Lackovic von der SG Flensburg-Handewitt fünfmal in die Torschützenliste ein.

Das polnische Team von Trainer Bogdan Wenta zeigte sich gut erholt von der Niederlage gegen Kroatien, gegen den ehemaligen Vize-Europameister Slowenien war Karol Bielecki von den Rhein-Neckar-Löwen mit neun Toren bester Werfer. Nach der knappen Niederlage gegen die Gastgeber ließ Dänemark, das ohne den Flensburger Lars Christiansen auflief, gegen Außenseiter Montenegro nichts anbrennen. Je fünfmal trafen Lars Rasmussen, Joachim Boldsen, Hans Lindberg