2008.01.20 Neuss : Hoeneß will Spielern Olympia-Teilnahme verbieten

Bereits drei Profis von Bayern München stehen in den Olympia-Kadern ihrer Nationalmannschaften. Doch die Tickets sollten die Spieler noch nicht buchen, denn Manager Uli Hoeneß will sie nicht nach Peking reisen lassen.

osch1
Uli Hoeneß will seine Spieler nicht nach Peking reisen lassen

Uli Hoeneß sind die olympischen Spiele 2008 in Peking schon jetzt ein Dorn im Auge. Immerhin sollen bisher drei Spieler des deutschen Rekordmeisters ins Reich der Mitte reisen. Doch nach der Olympia-Nominierung von Innenverteidiger Martin Demichelis will der Bayern-Manager die Notbremse ziehen und eine Reise des Argentiniers sowie des Brasilianers Lucio nach Peking verhindern. "Wir werden alles dafür tun, dass Spieler, die bereits für die A-Nationalmannschaft ihres Landes aktiv sind, hier nicht auch noch für eine Olympia-Auswahl abgestellt werden. In der Hinsicht werden wir uns wehren, alle Hebel in Bewegung setzen. Das wird es nicht geben", sagte der Manager des deutschen Rekordmeisters Bayern München der Bild am Sonntag.

Am Freitag war Demichelis von Argentiniens Olympiateam-Trainer Sergio Batista für die U23-Auswahl seines Landes nominiert worden. Zuvor hatten bereits in Lucio und Breno zwei weitere Innenverteidiger der Bayern ihren Wunsch geäußert, am olympischen Fußballturnier im August teilzunehmen.

Nur noch van Buyten wäre einsatzbereit

Alle drei würden dadurch die ersten beiden Bundesliga-Spieltage (15. bis 17. und 22. bis 24. August) verpassen, den Bayern stünde in Daniel van Buyten nach derzeitigem Stand nur ein Innenverteidiger zur Verfügung. Sollte Hoeneß sein Vorhaben durchsetzen können, würde nur der 18 Jahre alte Breno nach Peking reisen. Allerdings muss der Bayern-Manager auf die Einsicht von Demichelis und Lucio hoffen, eine offizielle Handhabe besteht bei einer Nominierung nicht.