2008.01.22 Neuss : Bayern muss keine Spieler für Olympia abstellen

Der FC Bayern München ist nach FIFA-Auskunft nicht zu Olympia-Abstellungen verpflichtet. Zudem teilte Bayern-Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge den Spekulationen um einen möglichen Podolski-Wechsel eine Absage.

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Karl-Heinz Rummenigge

Erfreuliche Nachricht für den FC Bayern München: Der deutsche Fußball-Rekordmeister muss keine Spieler für die kommenden Olympischen Spiele in Peking abstellen. Gemäß FIFA-Auskunft bestehe keine Abstellungsverpflichtung, so Karl-Heinz Rummenigge. "Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Thema harmonisch und ohne Streit mit den Verbänden lösen können", sagte Rummenigge dem Sport-Informations-Dienst (sid) weiter. Der deutsche Ligaprimus hatte sich zuvor an den Weltverband gewandt, demnach das olympische Turnier nicht in den internationalen Kalender eingetragen sei.

Argentiniens Olympiateam-Trainer Sergio Batista hatte Innenverteidiger Martin Demichelis und Mittelfeldspieler Jose Ernesto Sosa für das Turnier während der Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24 August 2008) nominiert. Zudem äußerten auch die beiden Innenverteidiger Lucio und Breno aus Brasilien den Wunsch, an Olympia teilnehmen zu wollen.

Damit stünde den Bayern nur noch Daniel Van Buyten in den ersten beiden Spielen der kommenden Bundesliga-Saison als Innenverteidiger zur Verfügung. Manager Uli Hoeneß hatte zuvor angekündigt, sich gegen die Olympia-Teilnahme der Spieler wehren zu wollen, die auch von der A-Nationalmannschaft ihrer Länder angefordert werden.

Rummenigge: Kein Podolski-Wechsel

Zugleich erteilte Rummenigge den Spekulationen um einen Wechsel von Nationalstürmer Lukas Podolski in der Winterpause eine Absage: "Ich hatte heute ein sehr gutes Gespräch mit Lukas zu diesem Thema und habe ihm mitgeteilt, dass er den FC Bayern nicht verlassen kann, weil wir ihn für die Zukunft brauchen. Wir sind überzeugt von der Qualität von Lukas Podolski, und wir werden gemeinsam noch viele Erfolge erzielen." Podolski ist derzeit hinter Miroslav Klose und Luca Toni nur Ersatz und fürchtet dadurch um seine Chancen im Nationalteam bei der EM im Sommer in Österreich und der Schweiz.