2008.01.22 Neuss : Merkel zeichnet Rostocker "Integrativen Treff" aus

Aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Rostocker Verein "Integrativer Treff" am Dienstag den "Großen Stern des Sports" in Gold erhalten. Insgesamt hatten 15 von über 2.500 Bewerbern das Finale erreicht.

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Angela Merkel (l.) mit Vertretern des siegreichen Vereins

Mit dem "Großen Stern des Sports" in Gold hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin die Arbeit des Rostocker Vereins "Integrativer Treff" gewürdigt. Mit der zum vierten Mal durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Deutschen Städtetag sowie die Volks- und Raiffeisenbanken vergebenen und mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung werden Vereine bedacht, die sich in besonderem Maße für gesellschaftlich bedeutende, sportübergreifende Ziele engagieren.

Der "Integrative Treff" wurde für seine Arbeit mit behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geehrt und verwies den SV Prießnitz aus Sachsen (7.500 Euro) mit "Tänzen für Jung und Alt" auf Platz zwei, gefolgt vom Todtglüsinger SV aus Niedersachsen (5.000 Euro), der zahlreiche Sportanlagen in Eigenregie betreibt.

"Sie schaffen eine Atmosphäre der Solidarität"

Merkel hob in ihrer Rede den Wert der rund 7,5 Millionen ehrenamtlichen Helfer im Sport hervor. "Sie schaffen eine Atmosphäre der Solidarität, der Zugehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens. Es ist ein Engagement, das letztlich unsere Gesellschaft trägt", sagte die Kanzlerin.

DOSB-Präsident Thomas Bach bezeichnete die Preisträger als "Spitze der breitensportlichen Pyramide". Die Auszeichnung "Sterne des Sports" stehe für die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Bundespräsident Horst Köhler als Schirmherr

Insgesamt hatten 15 von über 2.500 Bewerbern das Finale erreicht. Die Gewinner des unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler stehenden Preises kürte eine Jury aus Vertretern des Sports, der Bankwirtschaft, der Kommunen und der Medien.

Die bisher ausgezeichneten Vereine waren 2004 der Budo-Club Mühlheim (Main) für sein außergewöhnliches Konzept zur Integration von Behinderten, 2005 der TSV Hochdahl für sein weit reichendes Angebot zur besseren Integration von muslimischen Frauen und Kindern sowie 2006 die "Weddinger Wiesel" für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Berliner Bezirk.