2008.01.26 Neuss : Hitzfeld: Schweiz oder TV-Experte

Trainer Ottmar Hitzfeld würde nach der EM 2008 gerne die Schweizer Nationalmannschaft übernehmen - noch ist aber nichts perfekt. Auch ein Job als TV-Experte wäre interessant.

pk
Grübelt über seine Zukunft: Ottmar Hitzfeld

Ottmar Hitzfeld, bis zum Sommer noch Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München, liebäugelt mit einem Engagement als Schweizer Nationalcoach - Fakten allerdings sind bisher nicht geschaffen. "Noch ist nichts perfekt. Eine definitive Entscheidung ist noch nicht gefallen. Ich habe mit der Schweiz noch nicht verhandelt", sagte Hitzfeld am Samstagnachmittag vor dem 203. Münchner Stadtderby gegenüber dem Bayerischen Fernsehen. Auch ein Engagement als TV-Experte käme weiter in Frage, ergänzte er.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ließ Hitzfeld aber schon mal durchblicken, dass ihn nach seinem Abschied beim FC Bayern der Posten bei der Schweizer "Nati" reizen würde: "Ein Land zu vertreten, auf einen Punkt genau eine Mannschaft zu trainieren und sich für die WM 2010 zu qualifizieren, das wäre doch ein guter Übergang für mich in den Trainerruhestand", sagte der 59 Jahre alte Trainer. "Der Druck und die Erwartungshaltung wären auch in der Schweiz groß. Aber es wäre alles überschaubar."

Henke müsste zuhause bleiben

Sein langjähriger Assistent Michael Henke werde allerdings im Fall der Fälle nicht mit in die Schweiz gehen, erläuterte Hitzfeld in der SZ: "Denn dort braucht man einen Assistenztrainer, der im Gegensatz zu mir Französisch spricht, weil dort die Hälfte der Spieler aus der Westschweiz kommt."

Sein Entschluss, die Bayern trotz der aktuellen Tabellenführung in der Bundesliga zu verlassen, sei ihm sehr schwer gefallen. "Ich habe sechs Wochen sehr mit mir gerungen, und es wäre verlockend gewesen, weiter zu machen", sagte Hitzfeld: "Denn diese neue Mannschaft hat großes Potenzial und kann die Champions League gewinnen." Letztlich habe er sich für mehr Lebensqualität entschieden.