2008.01.27 Neuss : Schalke knickt gegen Özil ein

Bundesligist Schalke 04 ist im Streit mit Mesut Özil eingeknickt. Der zuvor aussortierte Jungprofi könnte bei einer Entschuldigung in den Kader der Gelsenkirchener zurückkehren.

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Schalke-Trainer Mirko Slomka

Die harte Haltung von Bundesligist Schalke 04 gegenüber Mesut Özil weicht auf. Trainer Mirko Slomka hat dem auf die Tribüne verbannten U21-Nationalspieler eine letzte Chance eingeräumt. "Es gibt nur einen Weg: Der Spieler muss zu mir oder Andreas Müller kommen und seinen Fehler eingestehen", sagte der Schalker Coach in der DSF-Sendung Doppelpass.

Der 19-Jährige hatte sich mit den Königsblauen per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung geeinigt, dann aber davon nichts mehr wissen wollen. Daraufhin hatte Manager Müller das Vertragsangebot bis 2011 zurückgezogen und erklärt, Özil könne bei einer entsprechenden Ablösesumme sofort den Verein verlassen und werde nicht mehr zum Einsatz kommen.

Slomka betonte, dass er gerne mit dem gebürtigen Gelsenkirchener weiter arbeiten würde. "Mesut ist ein riesiges Talent und ein toller Junge, wie ich finde", sagte der Trainer und sprach davon, dass man "momentan" nicht zusammenkomme: "Es tut mir sehr leid, dass ich ihn momentan nicht einsetzen kann und nicht einsetzen will."

Kein akzeptables Angebot für Özil

Laut Manager Müller liegt den Schalkern bislang kein akzeptables Angebot für Özil vor. Nur ein deutscher Klub habe angefragt, "aber das war für uns nicht akzeptabel". Özils Berater hatte angekündigt, bis zum Ende der Wechselfrist am kommenden Donnerstag einen neuen Verein zu präsentieren.