2008.01.30 Neuss : Gomez-Hattrick hält Meister Stuttgart im Rennen

Dank eines Gala-Auftritts von Mario Gomez gewann der VfB Stuttgart im DFB-Pokal mit 3:2 (3:0) bei Werder Bremen II. Der Nationalspieler schoss vor der Pause einen lupenreinen Hattrick.

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Drei Mal durfte sich Mario Gomez von seinen Kollegen feiern lassen

Dank eines Hattricks von Mario Gomez hat der VfB Stuttgart das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Bei seinem ersten Einsatz nach wochenlanger Pause legte der Nationalspieler mit drei Toren in der 29., 33. und 43. Minute den Grundstein zum 3: 2 (3:0)-Sieg des deutschen Meisters bei der Regionalliga-Mannschaft von Werder Bremen. Die Platzherren kamen nach dem Seitenwechsel durch Mittelfeldspieler Marc Heider zum Anschlusstreffer (57.), Dominic Peitz machte es sogar nochmal spannend (71.).

Zu einem Eklat kam es nach dem Spiel. VfB-Trainer Armin Veh weigerte sich, an der obligatorischen Pressekonferenz teilzunehmen. Der Coach des deutschen Meisters begründete sein Verhalten damit, dass sich seine Spieler in nicht adäquaten Räumen hätten umkleiden müssen. Der für die Regionalliga-Mannschaft zuständige Bremer Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer verwahrte sich gegen diesen Vorwurf: "Es war alles mit Manager Horst Heldt abgesprochen, ich verstehe dieses Verhalten nicht."

Vor 10.310 Zuschauern im Weserstadion war der Regionalliga-Fünfte eine knappe halbe Stunde lang ein mehr als ebenbürtiger Gegner für die Schwaben, doch die Hanseaten konnten in ihrer besten Phase gleich mehrere gute Torgelegenheiten nicht in den zu diesem Zeitpunkt durchaus verdienten Führungstreffer ummünzen.

Mit Geschick und ein wenig Glück überstand die Mannschaft von Trainer Armin Veh in dieser Phase mehrere kritische Situationen und ging ihrerseits durch Gomez, der seine erste Torchance nutzte, in der 29. Minute in Führung. Auch bei den weiteren Treffern deutete der VfB-Torjäger, der lange wegen einer Rippenfellentzündung ausgefallen war, seine Torgefährlichkeit an, erleichtert wurden ihm die Erfolge allerdings auch von der eher zögerlichen Deckung der Norddeutschen.

Trotz des klaren Pausenrückstands gaben sich die Bremer, die in den ersten beiden Runden die Zweitligisten 1. FC Köln und FC St. Pauli ausgeschaltet hatten, nicht geschlagen und versuchten, dem zwei Klassen höher agierenden Gegner weiterhin Paroli zu bieten. In der Schlussphase schalteten die Stuttgarter mit Blick auf das schwere Bundesligaspiel am Sonntag bei Vizemeister Schalke 04 einen Gang zurück.

Mit der Bremer Niederlage endete eine Ära im deutschen Fußball. Ab der Saison 2008/2009 sind Regionalliga-Ableger von Erst- oder Zweitligisten im DFB-Vereinspokal auf Bundesebene nicht mehr spielberechtigt.