2008.01.31 Neuss : Die "Hand Gottes" bittet um Gnade

Über 21 Jahre nach seinem Hand-Tor gegen England hat Diego Maradona das schlechte Gewissen gepackt. "Wenn ich Geschichte umschreiben könnte, ich würde es tun", so der Argentinier.

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Maradona im WM-Spiel gegen England

Die Reue kommt spät, für England 21 Jahre und einige Monate zu spät. Denn das argentinische Fußball-Idol Diego Maradona hat in der englischen Boulevardzeitung The Sun für sein Tor mit der "Hand Gottes" im WM-Halbfinale 1986 (2:1) medienwirksam um Entschuldigung gebeten.

"Wenn ich eine Zeitreise machen könnte und die Geschichte umschreiben, ich würde es tun", sagte Maradona: "Aber ich kann es nicht. Das Tor ist immer noch ein Tor. Wir wurden Weltmeister, und ich war der beste Spieler der Welt."

Zwei Jahrhundert-Tore in einem Spiel

Maradona war 1986 in Mexiko zum Kopfball hochgestiegen und hatte den Ball mit der Hand über Englands Torhüter Peter Shilton gelupft. Seine Ausrede, es sei die "Hand Gottes" gewesen, wurde zu einer Legende. Maradona legte in dem Spiel ein Jahrhundert-Solo zum 2:0 nach, im Finale besiegte Argentinien Deutschland 3:2.

Im Sun-Interview bezeichnete Maradona außerdem Englands Superstar David Beckham als "ganz guten Spieler, mehr nicht". Es gebe auf der Welt Hunderte mit seinen Fähigkeiten. Über Brasiliens Legende Pele sagte "Dieguito": "Hätte ich niemals Kokain genommen, wäre es überhaupt keine Frage, wer der Beste aller Zeiten war: Ich. Ich hätte dreimal so gut sein können."