2008.02.01 Neuss : Fans rennen Profiklubs die Bude ein

Mehr als 8,6 Millionen Menschen strömten in der Hinrunde in die Stadien der 36 deutschen Profiklubs. Damit peilen die erste und zweite Bundesliga einen erneuten Zuschauerrekord an.

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Auch in München ist das Stadion regelmäßig voll

Der deutsche Vereins-Fußball ist bei den Fans im Land beliebter als je zuvor. Mit Beginn der Rückrunde steuert der deutsche Profi-Fußball einem neuen Zuschauerrekord entgegen. An den bisherigen 17 Spieltagen der ersten und zweiten Bundesliga besuchten nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL), die sich auf die genauen Abrechnungen der Klubs stützt, insgesamt 8.601.886 Zuschauer die 306 Partien. Damit wurde die Marke aus der Hinrunde der Saison 2006/07 von 8.291.066 um 3,75 Prozent verbessert. Die 36 deutschen Profi-Klubs würden schon in der siebten Saison nacheinander einen neuen Zuschauerrekord aufstellen.

Die 18 Erstligisten erzielten in der Hinrunde der laufenden Saison einen Schnitt von 38.529 Zuschauern - insgesamt passierten 5.894.868 Besucher die Stadiontore. Die bisherige Bestmarke wurde in der Saison 2005/06 aufgestellt, damals lag der Schnitt bei 38.191. Auch die zweite Bundesliga vermeldet neue Rekordzahlen: Der Schnitt liegt nach der Hinrunde bei 17.693 Besuchern - im Vorjahr waren es noch 15.964 pro Spiel. Dies entspricht einer Steigerung um 10,83 Prozent. Insgesamt kamen zu den 153 Vorrundenspielen in der zweiten Bundesliga 2.707.018 Zuschauer.

Bundesliga ist der "Zuschauer-Magnet in Europa"

"Mit diesen herausragenden Zahlen ist die Bundesliga der Zuschauer-Magnet in Europa schlechthin", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Müller. Die Besucher in den Bundesliga-Stadien schätzten "den spannenden Wettbewerb, den hohen Komfort in den Stadien, die herausragende Atmosphäre - und das bei günstigen Eintrittspreisen". Tatsächlich kostet der Stadionbesuch in der ersten Bundesliga im Schnitt 19,32 Euro. Dieser Preis liegt weiter unter denen der englischen Premier League (51 Euro) und der spanischen Primera Division (33 Euro).

Erstmals berücksichtigte die DFL neben den Kaufkarten auch die Ehren- und Freikarten der Klubs, um die Zuschauerzahlen der Bundesliga besser mit denen der anderen europäischen Ligen vergleichen: Dort werden die absoluten Zuschauerzahlen ausgewiesen. In der vergangenen Spielzeit 2006/07 lag der Schnitt der Bundesliga (nur Kaufkarten) mit 37.644 weit vor anderen Ligen. Die Premier League erreichte einen Zuschauerschnitt von 34.400, die Primera Division von 28.700, die französische Ligue 1 von 21.700 und die italienische Serie A von 19.200.