2008.02.02 Neuss : Zwei Rolfes-Tore sichern Leverkusens Auswärtssieg

Dank eines späten zweiten Treffers von Rolfes hat Bayer Leverkusen einen 3:2 (0:1)-Sieg bei Energie Cottbus erreicht. Zuvor trafen Bassila, Papadopulos sowie Rolfes und Bulykin.

dap
Energies Ervin Skela behauptet den Ball

Bayer Leverkusen hat mit einem glücklichen Arbeitssieg Anschluss an die Tabellenspitze der Bundesliga gehalten. Die Werkself gewann zum Rückrundenauftakt bei Energie Cottbus in einer auch wegen der miserablen Platzverhältnisse niveauarmen Partie glücklich mit 3:2 (0:1) und setzte mit dem sechsten Sieg aus den vergangenen sieben Ligapartien seinen Höhenflug auch im neuen Jahr fort.

Nationalspieler Simon Rolfes (59./89., Foulelfmeter) sowie der eingewechselte Dimitri Bulykin erzielten die Treffer für die Gäste. Für die Cottbuser war ausgerechnet Bayer-Leihgabe Michal Papadopulos (14.) sowie Christian Bassila (77.) erfolgreich.

Bayer beginnt offensiv

Bayer-Trainer Michael Skibbe stellte vor 13.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft sein Team mit vier Offensivspielern sehr offensiv ein. Doch diese Maßnahme fruchtete zunächst nicht, da das direkte Kombinationsspiel der Leverkusener auf dem kaputten Rasen oft schon im Ansatz verpuffte.

Auch die Cottbuser hatten mit den schwierigen Verhältnissen ihre Probleme, nutzten aber ihre erste gute Möglichkeit zur Führung. Nach einer Flanke von Kristijan Ipsa hatte Papadopulos unter gütiger Mithilfe von Gegenspieler Sergej Barbarez, der kaum vom Boden absprang, zum 1:0 eingeköpft. In der Folge erhöhte Bayer den Druck und hätte bei den Möglichkeiten durch Barbarez (23.), Theofanis Gekas (25.) sowie dem Beinahe-Eigentor des Cottbuser Stanislaw Angelow (15.) Pech.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb das Spiel zunächst auf niedrigem Niveau. Beide Teams leisteten sich viele Abspielfehler, was den Spielfluss auf beiden Seiten hemmte. Erst nach dem überraschenden Ausgleich durch Rolfes aus dem Gewühl heraus entwickelte sich eine spannende Partie mit vielen Torraumszenen, bei denen die Hausherren durch Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) benachteiligt worden waren. So gab er zu Unrecht die Tore von Rivic sowie Skela (83.) wegen angeblicher Abseitsstellung nicht.