2008.02.03 Neuss : Löw weist Magaths Kritik an Klinsmann zurück

Joachim Löw hat die Aussagen von Felix Magath zurückgewiesen, nach denen der WM-Erfolg des deutschen Nationalteams nicht auf die Arbeit der Bundestrainer zurückzuführen war.

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Joachim Löw weist die Kritik von Felix Magath zurück

Vor der WM 2006 geizten die Trainer der Bundesligaklubs nicht mit Kritik am damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann und dessen Trainingsmethoden. Felix Magath scheint sogar rund anderthalb Jahre nach dem Fußball-Großereignis noch seine Zweifel am künftigen Bayern Trainer äußern zu müssen. Der Teammanager des VfL Wolfsburg hatte im Tagesspiegel einmal mehr erklärt, "dass der Erfolg der Nationalmannschaft bei der WM 2006 vor allem auf die Arbeit der Klubtrainer zurückzuführen ist". Doch diese Aussagen will der aktuelle Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, nicht auf sich ruhen lassen: "Jürgen Klinsmann und ich haben die zwei Jahre genutzt, der Mannschaft unsere Handschrift zu geben", so der ehemalige Co-Trainer Klinsmanns gegenüber der Bild am Sonntag.

Löw, der nach der WM 2006 die Nachfolge von Klinsmann angetreten hat, weiß um die WM-Verdienste des Trainerstabes: "Wenn jemand denkt, dass 20 Spieler zusammenkommen und der Trainer nicht viel tun muss, der irrt. Wir haben im Bereich Taktik und Fitness nachweisbar einiges bewegt. Davon profitieren auch die Vereine. Es ist falsch, nur einer Seite den Erfolg anzuheften."

Löw: "Nicht zu schade, Experten einzuschalten"

Auch die ablehnende Haltung von Magath in Bezug auf Fitness-Experten und Laktattests kann Löw, der den Kontakt zum VfL-Coach als "nicht so eng" bezeichnet, nicht nachvollziehen: "Wir sind uns nicht zu schade, Experten einzuschalten. Man täuscht sich, wenn man glaubt, alles mit Augenmaß beurteilen zu können."