2008.02.05 Neuss : Deutsche U21 gegen Belgien ohne Mühe

Die deutsche U21-Nationalmannschaft gab sich gegen die Auswahl Belgiens keine Blöße. Die Nachwuchskicker siegten mit 2:1 durch Tore von Aogo (Foulelfmeter) und Ciman (Eigentor).

dap
Marko Marin (r.) im U21-Länderspiel gegen Belgien

Trotz großer Personalsorgen haben die U21-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen erfolgreichen Härtetest absolviert und ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Das Team von Trainer Dieter Eilts gewann in Koblenz gegen die Olympia-Auswahl Belgiens mit 2:1 (2:0) und zeigte vor den kommenden Aufgaben in der EM-Qualifikation eine ansprechende Leistung.

Der Freiburger Dennis Aogo (25., Foulelfmeter) sowie durch ein Eigentor der Belgier Laurent Ciman (42.) erzielten die Treffer für den DFB-Nachwuchs, der ungeachtet des Fehlens von zehn Spielern seine Erfolgsserie auf vier Siege und acht Partien ohne Niederlage schraubte. Jeanvion Yulu-Matondo (86.) konnte für Belgien nur noch verkürzen. Zuletzt hatte die U21 am 4. Juni 2007 ein Länderspiel gegen Frankreich verloren (1:4).

Trainer Eilts "sehr zufrieden"

"Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Aber wir haben noch Potenzial nach oben und müssen an uns arbeiten", sagte Eilts. Lediglich zu Beginn der Partie habe sein Team Probleme gehabt. "Aber bis auf eine Kopfballchance der Belgier haben wir nichts zugelassen und sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit ging dann der Spielfluss etwas verloren.'

Im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die "U23"-Auswahl des Nachbarn glückte der Eilts-Elf vor 2350 Zuschauern im Stadion Oberwerth damit auch die Generalprobe für das nächste EM-Qualifikationsspiel am 25. März gegen Luxemburg (Hinspiel: 7:0) in Wiesbaden. Nach drei Siegen in vier Spielen belegen die DFB-Junioren (10 Punkte) in der Gruppe 9 derzeit Platz zwei hinter Nordirland (12), das allerdings schon zwei Partien mehr bestritten hat.

Nach schwachem Beginn übernahmen die Gastgeber Mitte der ersten Halbzeit die Initiative und setzten die im Schnitt zwei Jahre älteren Belgier verstärkt unter Druck. Vor allem Spielmacher Mesut Özil konnte sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten immer wieder in Szene setzen. Der Neu-Bremer war es auch, der die Führung einleitete. Nach feinem Pass konnte Stürmer Askhan Dejagah von der belgischen Abwehr im Strafraum nur noch durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Aogo sicher.

Keine Abstimmungsprobleme trotz Absagenflut

Auch in der Folge war trotz der Absagenflut von Abstimmungsproblemen kaum etwas zu sehen. Dejagah (28.) und Marko Marin (33.) prüften den belgischen Schlussmann, während Thorsten Kirschbaum im deutschen Gehäuse erstmals bei einem Weitschuss von Tom de Mul (35.) ernsthaft getestet wurde. Beim 2:0 leistete dann Belgien Abwehrspieler Ciman Mithilfe, als er eine Hereingabe von Patrick Ebert vor dem einschussbereiten Dejagah ins eigene Netz lenkte.

Auch nach dem Wechsel dominierte die Eilts-Auswahl den Peking-Teilnehmer, bei dem der Neu-Hamburger Vadis Odjidja Ofoe eingewechselt wurde. Großchancen blieben aber Mangelware. Beste Spieler der DFB-Auswahl waren Özil, Marin und Mats Hummels.

Nachdem im Vorfeld bereits Leistungsträger wie der Schalker Torhüter Manuel Neuer (Knieprellung) und der Leverkusener Gonzalo Castro, der für das Länderspiel der A-Nationalmannschaft am Mittwoch in Wien nominiert worden war, abgesagt hatten, musste kurzfristig auch noch Spielmacher Sami Khedira (VfB Stuttgart) wegen muskulärer Probleme passen.