2008.02.07 Neuss : DTM-Boss würde Schumacher-Verpflichtung begrüßen

Werner Aufrecht hat sich eindeutig für ein Engagement von Ralf Schumacher in der DTM ausgesprochen. "Etwas Besseres kann einem doch nicht passieren", so der DTM-Chef.

dbe1
Der DTM würde ein Ralf Schumacher gut zu Gesicht stehen

DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht reibt sich voller Vorfreude die Hände, wenn es um das Thema "Ralf Schumacher in der DTM" geht. "Ralf hat herausragende fahrerische Fähigkeiten, eine tolle Persönlichkeit und ist sehr beliebt bei den Fans. Etwas Besseres kann einem doch nicht passieren", sagte Aufrecht im sid-Interview.

Es sei ein genialer Schachzug von Mercedes gewesen, Schumacher bei Testfahrten ins Auto zu setzen. "Das finde ich große Klasse", meint Aufrecht. Gleichzeitig kritisiert er den Mercedes-Rivalen Audi, der die Chance ungenutzt ließ und sich nicht um Schumacher bemühte: "Wenn es die Möglichkeit gibt, einen Ralf Schumacher zu verpflichten, wäre jeder Hersteller gut beraten, ihn zu holen."

Aufrecht ist ein Kämpfer für große Namen in der DTM, egal, ob Mika Häkkinen, Heinz-Harald Frentzen oder Jean Alesi - alle waren eine Bereicherung für die Serie. Es sei aber nicht seine Aufgabe, den Sportchefs vorzuschreiben, welche Fahrer sie zu verpflichten haben: "Aber natürlich würde ich, wie auch alle Fans, Ralf Schumacher gerne in der DTM sehen."

"DTM kein Auffangbecken für Formel-1-Oldies"

Aufrecht wehrt sich zugleich gegen Behauptungen, die DTM sei ein Auffangbecken für Formel-1-Oldtimer. Das Wichtigste sei, dass der Sport stimme. Ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister wie Mika Häkkinen wäre doch nie in die DTM gekommen, wenn sie sportlich keinen Wert hätte, betont der AMG-Gründer.

Häkkinen, der seinen Helm nach der vergangenen Saison endgültig an den Nagel gehängt hat, habe der DTM sehr viel gegeben, genauso wie Alesi und Frentzen. Aufrecht: "Aber es war klar, dass sie alle nicht ewig fahren." Aber auch ohne Publikumsliebling Häkkinen habe er keine Angst um die Zukunft der DTM. Wenn diese Serie erst einen Star braucht, um Erfolg zu haben, stimme die Basis nicht. "Aber wir haben eine gute Basis, bei uns stimmt der Sport", sagt Aufrecht.