2008.02.09 Neuss : Kollers Treffer reicht dem "Club" nicht

Der Premieren-Treffer von Jan Koller reichte dem 1. FC Nürnberg am 19. Spieltag nicht zum Sieg gegen Hansa Rostock. Durch das 1:1 (1:1) bleibt der "Club" auf einem Abstiegsplatz.

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Christian Rahn (l.) kontrolliert das Leder

Pokalsieger 1. FC Nürnberg hat im Abstiegskampf der Bundesliga einen weiteren herben Dämpfer hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Hans Meyer kam im Kellerduell gegen Hansa Rostock zu Hause nicht über ein mageres 1:1 (1:1) hinaus und bleibt auf einem Abstiegsplatz. Damit wird auch der Druck auf Meyer vor den Spielen in Bremen und gegen Cottbus immer größer. Rostock bleibt trotz des Punktgewinns weiterhin die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, behauptete allerdings den Zwei-Punkte-Vorsprung auf Nürnberg.

Vor 36.470 Zuschauern begann ein insgesamt schwaches Bundesliga-Spiel für Nürnberg vielversprechend. In der 19. Minute brachte Neuzugang Jan Koller die Gastgeber mit seinem ersten Treffer im "Club"-Dress in Führung. Per Kopf traf der Tscheche nach Flanke von Jan Kristiansen. Den Ausgleich für die Rostocker erzielte in der 28. Minute Christian Rahn. Der ehemalige Nationalspieler traf mit einem schönen Heber. Vorausgegangen war ein Stellungsfehler der insgesamt sehr unsicher wirkenden Nürnberger Innenverteidigung, die nach einem Befreiungsschlag der Rostocker viel zu weit aufgerückt war.

Nach dem 0:2 zum Rückrundenauftakt in Karlsruhe begann Nürnberg sehr engagiert und mit Zug zum Tor. Bis zur Führung hatten bereits Zvjezdan Misimovic mit einem Pfostenschuss und Angelos Charisteas mit einem Kopfball Pech. Doch nach der Führung und dem wenig später folgenden Ausgleich riss bei den Franken der Faden. Das Spiel des FCN wirkte gehemmt, zudem fehlte den Aktionen die Entschlossenheit.

Auch in der zweiten Hälfte agierten die Nürnberger zwar feldüberlegen, hatten im Spielaufbau aber eine zu hohe Fehlerquote, um die gut gestaffelte Rostocker Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Zwei Chancen durch Koller in der Schlussphase waren die einzige Ausbeute. Rostock agierte zwar durchaus gefällig, hatte jedoch auch nur noch eine Möglichkeit in der zweiten Hälfte, die Amir Shapourzadeh jedoch vergab.