2008.02.10 Neuss : Flensburg gibt Sieg gegen Hamburg aus der Hand

Die SG Flensburg-Handewitt hat den bereits sicher geglaubten Sieg beim 33:33 gegen HSV Hamburg in der Hauptrunde der Champions League verspielt. Kiel siegte derweil beim US Ivry.

jsor2
Auch sechs Tore von Marcin Lijewski reichten nicht zum Sieg für Flensburg

Der SG Flensburg-Handewitt hat einen Sieg im Prestigeduell gegen den Nordrivalen HSV Hamburg zum Hauptrundenauftakt der Handball-Champions League leichtfertig aus der Hand gegeben und damit einen Traumstart verpasst.

Die Flensburger kamen gegen den deutschen Vizemeister in der ausverkauften Campushalle trotz einer 30:24-Führung zehn Minuten vor dem Ende nicht über ein 33:33 (17:13) hinaus und müssen damit in der "Hammergruppe" 3 um den Halbfinaleinzug bangen. Titelverteidiger THW Kiel wurde unterdessen seiner Favoritenrolle gerecht und kam beim französischen Meister US Ivry Handball in der Gruppe 1 zu einem deutlichen 39:25 (17:10)-Auswärtserfolg.

"Mit dem Punkt können wir sehr gut leben"

Vor 6300 Zuschauern in Flensburg erzielte der Südkoreaner Yoon für die Gäste per Siebenmeter den Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss. "Mit dem Punkt können wir sehr gut leben. Als wir auf zwei Tore rankamen, waren wir richtig heiß", sagte Weltmeister Pascal Hens, der ebenso wie Yoon und Guillaume Gille sechs Treffer erzielte.

Die Begegnung begann ausgeglichen. Dank eines starken schwedischen Nationaltorhüters Dan Beutler setzten sich die Gastgeber aber Mitte der ersten Halbzeit etwas ab und gingen mit einer Vier-Tore-Führung in die Halbzeitpause.

"Wir haben zu früh gefeiert"

Auch nach dem Wechsel hatte die SG das Spiel zunächst im Griff und lag immer mit drei, vier Toren in Führung. Der dänische Europameister Lars Christiansen sorgte sogar für eine scheinbar beruhigende Sechs-Tore-Führung, doch dann begann die Aufholjagd des HSV. "Wir haben zu früh gefeiert", meinte Christiansen. Marcin Lijewski war mit sieben Toren bester Flensburger Werfer. Weitere Gegner sind Portland San Antonio und HC Croatia Osiguranje-Zagreb.

Meister Kiel trat in Frankreich vor 1500 Zuschauern von Beginn an sehr souverän auf und hatte in Torhüter Thierry Omeyer einen starken Rückhalt. Die deutliche Halbzeitführung baute der THW weiter aus. Bester Werfer war Filip Jicha mit zehn Toren.