2008.02.10 Neuss : Löbe schießt Paderborn aus der Krise

Drei Treffer von Stürmer Alexander Löbe bescherten Trainer Pawel Dotschew beim 3:2 (1:1)-Sieg gegen den SC Freiburg einen Traumeinstand als Trainer des Zweitligisten SC Paderborn.

jsor2
Dreifacher Torschütze: Alexander Löbe vom SC Paderborn

Der am späten Freitagabend verkündete Trainerwechsel von Holger Fach zu Pawel Dotschew hat sich beim abstiegsbedrohten Zweitligisten SC Paderborn schon im ersten Spiel ausgezahlt. Die Ostwestfalen feierten am 19. Spieltag dank eines Dreierpacks von Alexander Löbe mit dem 3:2 (1:1) gegen den SC Freiburg den ersten Sieg seit dem 23. November 2007. Sie sind nun seit sechs Heimspielen im Hermann-Löns-Stadion ohne Niederlage und gaben die Rote Laterne an den FC Carl Zeiss Jena ab. Freiburg wartet dagegen seit sieben Partien auf einen Dreier und verpasste die mögliche Rückkehr auf einen Aufstiegsrang.

Grundlage für den Paderboner Sieg war der Trefferreigen von Löbe (44., 49. und 64.), der zuvor 22 Ligaspiele lang ohne Erfolgserlebnis war. Die Freiburger Führung vor 6792 Zuschauern hatte Owusu Ampomah nach 29 Minuten erzielt, als er den Ball nach einem Solo über den halben Platz unter die Latte hämmerte. Das 3:2 schoss Emir Akrout (73.).

In den ersten 45 Minuten machten die Gäste das Spiel versäumten es jedoch, mehr als nur einen Treffer zu markieren. Der Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff für die bis dahin kämpferisch und spielerisch enttäuschenden Hausherren fiel überraschend heraus und brachte Freiburg aus dem Konzept.

Dass ausgerechnet dem 35-jährigen Löbe ein Dreierpack gelang, ist kurios, denn mit Dotschew als Cheftrainer und Christian Schreier als neuem sportlichen Leiter will Paderborn im Abstiegskampf neue Wege gehen und auf den Nachwuchs setzen. "Beide kennen die Region Paderborn bestens und haben in ihren jüngsten Tätigkeiten bewiesen, dass sie ein Händchen für junge Spieler haben", erklärte SCP-Präsident Wilfried Finke. Zuletzt war der Bulgare Dotschew, der den SCP in der Saison 2004/05 in die 2. Liga führte, beim Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt tätig. Schreier tritt die Nachfolge von Michael Born an.

Ausdruck des neuen Konzeptes ist die Laufzeit der Verträge für die neuen leitenden Angestellten. Dotschew hat einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2010 unterschrieben, Schreier erhielt einen Vertrag mit gleicher Laufzeit.