2008.02.11 Neuss : Ausverkauftes Haus beim Kölner Gastspiel am Tivoli

Im Montagspiel der zweiten Liga kommt es zum West-Duell zwischen Aufstiegskandidat Köln und Alemannia Aachen. Die Teams erwartet vor ausverkauftem Haus ein spannungsgeladenes Derby.

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Erwartet ein heißes Derby: Aachens Neu-Trainer Jürgen Seeberger

Ganz Aachen ist heiß auf den 1. FC Köln. Wenn der Aufstiegskandidat vom Rhein heute Abend (20.15 Uhr/live im DSF) gegen die Alemannia antritt, erwartet die Kölner ein heißer Tanz vor über 20.000 stimmgewaltigen Fans. Das erste Derby der Saison auf heimischen Boden zieht die Menschen im äußersten Westen der Republik in seinen Bann. Bereits seit Wochen ist der Tivoli restlos ausverkauft.

Nach seinem erfolgreichen Trainerdebüt vergangene Woche beim 3:2-Erfolg in Jena erwartet Aachens Neu-Coach Jürgen Seeberger ein heißes West-Duell. "Ich freue mich auf das ausverkaufte Stadion und die Derby-Stimmung", zeigte sich Seeberger im Vorfeld der Party geradezu euphorisch. Für sein Team wird der Auftritt gegen die Kölner ein echter Härtetest. Die Mannschaft muss zeigen, dass der Sieg beim Tabellenletzten in Jena nicht nur ein Strohfeuer war, sondern dass es unter neuem Trainer tatsächlich aufwärts geht.

Für Köln ist ein Sieg Pflicht

Für den 1. FC Köln ist die Devise für das West-Derby klar: Verlieren verboten. Alles andere als ein Sieg wäre für das Team von Trainer Christoph Daum eine Enttäuschung, bei einer Niederlage könnten die Kölner wichtigen Boden auf die Aufstiegsränge verlieren. Trotzdem wird die Partie gegen Aachen keineswegs ein Selbstläufer, präsentierten sich die Kölner doch in den vergangenen Spielen äußerst schwach auf fremdem Boden. Nur ein Sieg aus den letzten fünf Auswärtsspielen - das die enttäuschende Kölner Bilanz in der Ferne.

Helfen könnte dem FC beim Aufpolieren der Auswärtsbilanz die angespannte Personalsituation der Gastgeber. Aachen muss gleich auf mehrere Akteure verzichten. Reiner Plaßhenrich und Hrvoje Vukovic stehen verletzungsbedingt definitiv nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Thomas Stehle, der über Knieschmerzen klagt, ist ebenfalls fraglich. Zudem muss der gesperrte Keeper Torsten Stuckmann passen. Trotzdem ist Trainer Seeberger mit der Kadertiefe zufrieden: "Wir haben ausreichend Optionen auf jeder Position".

Daum kann aus dem Vollen schöpfen

Auf Kölner Seite sind alle Mann an Bord, so dass Christoph Daum aus dem Vollen schöpfen kann. Zudem ist sich der FC-Coach sicher, dass sein Team nach der schwachen Leistung gegen den FC St. Pauli "in Aachen über 90 Minuten mit einer anderen Einstellung auftreten" wird. Das ist auch dringend nötig, wollen die Kölner im Hexenkessel Tivoli bestehen.