2008.02.11 Neuss : Sasic und Neururer die Favoriten auf dem "Betze"

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Kjetil Rekdal hat der 1. FC Kaiserslautern offenbar zwei Favoriten im Auge: Peter Neururer und Milan Sasic werden gehandelt.

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Milan Sasic könnte neuer Trainer in Kaiserslautern werden

Die Gerüchteküche rund um den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern brodelt heftig. Die Suche nach einem Nachfolger des entlassenen Trainers Kjetil Rekdal läuft bei den "Roten Teufeln" auf vollen Touren. Gesucht wird ein "Retter", der den Traditionsklub vor dem Absturz in die Regionalliga bewahrt. Laut Teammanager Fritz Fuchs soll ein "harter Hund" den viermaligen deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern vor dem tiefen Fall bewahren. Als heißer Kandidat gilt der Kroate Milan Sasic, der einst TuS Koblenz von der Oberliga in die 2. Liga geführt hatte.

Fuchs bestätigte bereits Kontakte zu Sasic. Als potenzieller Retter ist rund um das Fritz-Walter-Stadion auch der Name von "Feuerwehrmann" Peter Neururer, der im August 2006 bei Erstligist Hannover 96 entlassen worden war, im Gespräch. Eine Verpflichtung von "Geheimtipp" Frantisek Straka gilt als unwahrscheinlich, weil der finanziell klamme FCK für den Tschechen eine Ablöse an dessen Klub Budweis zahlen müsste. Ein Engagement von Werner Lorant schloss Fuchs aus.

Bis Dienstag soll der neue Trainer bekannt sein

Spätestens bis zum Benefizspiel der "Roten Teufel" am Dienstag beim Regionalligisten FSV Ludwigshafen-Oggersheim für die Hinterbliebenen der Brandopfer von Ludwigshafen soll der neue Trainer feststehen. Bis dahin führt Amateur-Coach Alois Schwartz das Kommando.

Beim Kampf um den Klassenerhalt setzen die Pfälzer knapp zehn Jahre nach dem Gewinn der letzten deutschen Meisterschaft wohl auch auf bereits aussortierte Profis. Der von Rekdal ausgemusterte Stefan Lexa nahm wieder am Mannschaftstraining teil. Auch eine Rückkehr in den Kader von Stürmer Marcel Ziemer scheint möglich.

"Stimmung war zu gut"

Egal, welcher Trainer den FCK vor dem Abstieg bewahren soll - Fuchs nahm auf jeden Fall die Spieler in die Pflicht. "Die Stimmung war mir zu gut. Ich habe ihnen gesagt: Das schöne Leben ist vorbei. Ihr bekommt einen vorgesetzt, der es im Gebälk ordentlich krachen lässt", erklärte Fuchs.

Das Anforderungsprofil für den neuen Coach hat Fuchs, der Klaus Toppmöller nach dessen Kurzintermezzo als Teammanager gefolgt ist, klar umrissen: "Ein Trainer, der Erfahrung hat, der die 2. Liga kennt, der für Disziplin steht und Grundordnung in die Mannschaft bringt."

Rekdal konnte seine Entlassung bei fünf Punkten Rückstand auf einem Nichtabstiegsplatz zwar nachvollziehen, rechnete aber trotzdem mit der Führungsriege des FCK ab. "Allein das, was sich in dieser Saison in Vorstand und Aufsichtsrat abgespielt hat, ist für einen Klub schwer zu verkraften", erklärte der Norweger: " Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass ein Klub, der vor zehn Jahren noch Meister war und in der Champions League gespielt hat, in so kurzer Zeit auch wirtschaftlich so tief fallen kann."