2008.02.15 Neuss : Schalke will Serie gegen Wolfsburg fortsetzen

Die seit sieben Spielen ungeschlagene Mannschaft von Vizemeister Schalke 04 will heute (20.30 Uhr) mit einem Sieg gegen Wolfsburg den Druck auf Spitzenreiter München erhöhen.

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Auch gegen Wolfsburg wollen Mirko Slomka (m.) und Co. einen Sieg feiern

Vizemeister Schalke 04 will nach dem starken Rückrunden-Start ohne Punktverlust seine Aufholjagd weiter fortsetzen. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage mit 17 von 21 möglichen Punkten träumen viele Anhänger der "Königsblauen" schon wieder von der Meisterschaft. Doch davon will Trainer Mirko Slomka vor dem heutigen Heimspiel (20.30 Uhr/live bei Premiere) gegen den VfL Wolfsburg überhaupt nichts hören.

Slomka: "Erstmal Kontinuität beweisen"

"Keiner soll glauben, dass wir uns schon wieder im Titelkampf befinden", mahnte der 40-Jährige, "so weit sind wir noch lange nicht. Wir müssen erstmal Kontinuität beweisen, in jedem Bundesligaspiel." Allerdings: Mit einem Sieg gegen die "Wölfe" könnten die Königsblauen zumindest für eine Nacht auf Platz zwei klettern - und sich damit ernsthaft im Titelrennen zurückmelden.

Das weiß auch Fabian Ernst, mit seinem ersten Bundesliga-Tor für Schalke der Derby-Held beim 3:2 in Dortmund. Doch der Mittelfeldspieler warnt: "Wenn wir gegen Wolfsburg nicht gewinnen, sind wir ganz schnell wieder Fünfter, und dann redet niemand mehr von der Meisterschaft." Deshalb fordert Trainer Slomka: "Wir müssen die Konzentration hochhalten."

Dabei sollte ein Blick zurück auf zwei der letzten Duelle helfen. Vor fast genau einem Jahr verspielten die Schalker in Wolfsburg einen 2:0-Vorsprung in der Schlussphase - der Anfang vom Ende im Titelrennen, danach schmolz das Punktepolster des Spitzenreiters von Woche zu Woche. Und vor gut zwei Wochen schied der Vizemeister im DFB-Pokal aus, nachdem er wieder eine Führung in Wolfsburg nicht über die Zeit bringen konnte.

Streit vor Startelf-Debüt

Gegen den VfL könnte Winter-Neuzugang Albert Streit sein Debüt in der Schalker Startelf geben. Der Ex-Frankfurter, für 2,5 Millionen Euro verpflichtet, durfte in Dortmund schon einmal für 14 Minuten aufs Feld. "Für 90 Minuten reicht es noch nicht, aber eine Halbzeit oder eine Stunde traue ich mir schon zu", sagt der 27-Jährige, der für den gesperrten Jermaine Jones in die Anfangsformation rücken könnte. Außer Frage steht indes, dass der in Dortmund gesperrte Kevin Kuranyi für Halil Altintop in die Sturmspitze zurückkehrt.

Trotz zweier Auftaktsiege zum Rückrundenstart der Liga scheut VfL-Trainer Felix Magath vor einer vorschnellen Beurteilung seines Teams noch zurück. "Von einem guten Start zu sprechen, ist noch zu früh. Erst nach dem Schalke-Spiel wissen wir wirklich, wo wir stehen", meint der Coach der Niedersachsen. Personell kann der Ex-Nationalspieler fast aus dem Vollen schöpfen, fehlen wird nur Verteidiger Sergej Karimow wegen einer Oberschenkelzerrung.