2008.02.17 Neuss : FCK entführt bei Sasic-Debüt drei Punkte aus Fürth

Der neue Trainer Milan Sasic hat bei Zweitligist 1. FC Kaiserslautern einen Einstand nach Maß gefeiert. Bei Greuther Fürth setzten sich die "Roten Teufel" mit 1:0 (0:0) durch.

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Axel Bellinghausen (l.) bejubelt seinen Treffer mit seinen Teamkameraden

Der abstiegsbedrohte 1. FC Kaiserslautern hat gleich im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Milan Sasic in der 2. Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der einstige Erstligist setzte sich 1:0 (0:0) bei der SpVgg Greuther Fürth durch und verhinderte damit den vorübergehenden Sprung der Franken an die Tabellenspitze. Die Gastgeber hatten ihre drei vorangegangenen Spiele gewonnen und waren dadurch auf Rang zwei geklettert, den sie zumindest bis Montagabend behalten.

Das Tor des Tages erzielte nach einem Torwartfehler von Sascha Kirschstein Lauterns Axel Bellinghausen (62.). Coach Sasic hatte erst am Dienstag seinen Posten angetreten, nachdem Kjetil Rekdal drei Tage zuvor entlassen worden war. Die Pfälzer haben nunmehr nur noch drei Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Sasic: "In kurzer Zeit viel angenomme"

"In unserer Situation zählen nur Siege. Ich bin froh, dass die Jungs in der kurzen Zeit soviel angenommen haben. Es wurde versucht, in jeder Situation die Anweisungen des Trainers umzusetzen", kommentierte Sasic im Pay-TV-Sender Premiere.

Vor 9700 Zuschauern boten beide Mannschaften eine schwache Partie. Die Gastgeber taten sich schwer mit den von Sasic gut eingestellten Gästen, die sich vor allem auf die Defensive konzentrierten. Torchancen waren in den ersten 45 Minuten Mangelware. Die beste hatte Stephan Schröck (28.), er fand bei seinem Schuss jedoch in Lauterns Keeper Tobias Sippel seinen Meister.

Coach Sasic hatte sein neues Team umgekrempelt. Im Mittelfeld setzte er auf den von Rekdal aussortierten Stefan Lexa sowie auf Sebastian Reinhard. In der Innenverteidigung kam Sascha Kotysch zum Einsatz.

Fürths Trainer Bruno Labbadia, der 1990 als Spieler mit Kaiserslautern DFB-Pokalsieger und 1991 Meister geworden war, musste den Bulgaren Mariano Biliskow wegen seiner Gelbsperre ersetzen. Er hatte in der Vorwoche den Siegtreffer zum 2:1 gegen Mainz erzielt. Für ihn kam Jan Mauersberger in der Innenverteidigung zum Einsatz. Außerdem kehrte Linksverteidiger Timo Achenbach nach seiner Rotsperre zurück.