2008.02.20 Neuss : Briatore lobt Alonso über den grünen Klee

Wenn Flavio Briatore über Fernando Alonso spricht, bleibt kein Klischee verschont. Der Renault-Teamchef vergöttert den Rückkehrer und erklärt ihn zum "Maßstab für uns alle".

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Flavio Briatore mit Fernando Alonso

Auf den Olymp der Rennfahrer hat Renault-Teamchef Flavio Briatore seinen Ziehsohn Fernando Alonso gehoben und den Spanier mit Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher verglichen. "Die meisten Piloten können nur 90 Prozent aus einem Auto herausholen. Fernando ist anders. Er fährt immer am Limit. Hundert Prozent, in jeder Runde. So wie früher Michael Schumacher", sagte der 57-Jährige in einem Interview mit der Sport Bild.

Briatore lobte den zweimaligen Weltmeister, der beide Titel 2005 und 2006 am Steuer des französischen Boliden gewonnen hatte, über alle Maßen und attestierte ihm gewissermaßen Unfehlbarkeit. "Wenn wir nicht gut genug sind, wissen wir, dass es am Auto liegt und nicht an Fernando. Wir müssen die Latte immer höher legen. Denn Fernando springt drüber. Er ist der Maßstab für uns alle", sagte Briatore. Ziel beim Saisonauftakt in Melbourne am 16. März sei ein Platz auf dem Podium.

Der Spanier Alonso war nach der verkorksten Saison bei McLaren-Mercedes zu seinem vorherigen Team zurückgekehrt. Laut Briatore sei über eine Rückkehr bereits beim Saisonauftakt 2007 in Australien gesprochen worden. Bei den Silberpfeilen hatte sich der 26-Jährige gegenüber Shootingstar Lewis Hamilton benachteiligt gefühlt. "Wenn die Piloten sich wohlfühlen, dann bringen sie ihre beste Leistung. Das sicherzustellen, betrachte ich als einen wichtigen Teil meines Jobs", sagte Briatore in dem Interview und erklärte damit wohl auch, warum er Alonso derart in den Himmel hebt.