2008.02.24 Neuss : Lemgo tritt auf der Stelle - HSV erfüllt Plicht

Auch im vierten Spiel unter Trainer Markus Baur kassierte TBV Lemgo beim 25:29 gegen die Rhein-Neckar Löwen eine Niederlage. HSV Hamburg kam zu einem Pflichtsieg über GWD Minden.

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HSV Hamburg bleibt im Titelrennen

Bislang ist Markus Baur noch kein Glücksbringer für seinen Klub TBV Lemgo, der Handball-Weltmeister wartet noch immer auf seinen ersten Sieg. Während Vizemeister HSV Hamburg mit einem 27:22 (12:13)-Arbeitssieg über GWD Minden seine Chancen im Titelrennen wahrte, musste der TBV beim 25:29 (10:16) gegen die Rhein-Neckar Löwen die vierte Niederlage im vierten Spiel unter Baur hinnehmen. Als Tabellensiebter (24:18 Punkte) muss der Ex-Meister auch um die Teilnahme am internationalen Geschäft bangen.

Die dürfte dem HSV zwar nicht mehr zu nehmen sein, im Kampf um die Meisterschaft bleibt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb aber mit 36:8 Punkten hinter den Nordrivalen mit Titelverteidiger und Spitzenreiter THW Kiel (40:6) sowie der SG Flensburg-Handewitt (37:7) zurück. Immerhin schafften die Hamburger gegen den Abstiegskandidaten aus Minden eine kleine Wiedergutmachung für die bittere Auswärtspleite (33:40) in der vergangenen Woche bei den Löwen.

Hens droht beim HSV Verletzungspause

"Mit dem Sieg bin ich zufrieden, mit allem anderen nicht. Das werden die Jungs zu hören bekommen", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb. Zudem erlitt Pascal Hens drei Tage vor dem Topspiel bei den Flensburgern Mitte der ersten Halbzeit eine Rückenblockade. "Das sieht schlecht aus", meinte Schwalb zu den Einsatzchancen des Nationalspielers.

Vor 8800 Zuschauern war Kyung-Shin Yoon mit elf Toren einmal mehr bester Werfer für die Hamburger. Für Minden, das im Mai 2006 völlig überraschend beide Punkte aus der Hansestadt entführt hatte, war der zukünftige Hamburger Arne Niemeyer sechsmal erfolgreich.

Hinter dem Spitzentrio lauert weiter die HSG Nordhorn (34:12 Punkte). Die Grafschafter setzten sich mit 31:27 (13:14) gegen den TV Großwallstadt durch. Für die HSG, die seit dem 26. Dezember 2006 im Euregium ungeschlagen ist und als einzige Mannschaft in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat, trafen Jan Filip und Peter Kukucka je zehnmal.

Neue Hoffnung für Tusem Essen

Auf Platz fünf folgen die Rhein-Neckar Löwen, die im Gerry-Weber-Stadion von Halle in der 19. Minute noch mit 7:8 zurücklagen und bis zur Halbzeit (16:10) den Vorsprung schon auf sechs Tore geschraubt hatten. Hinter den Löwen liegt weiter Altmeister VfL Gummersbach nach dem 33:30 (15:11) bei HBW Balingen-Weilstetten. Im Abstiegskampf darf Traditionsklub Tusem Essen weiter hoffen. Der von neuen finanziellen Sorgen geplagte Klub setzte sich gegen den direkten Mitkonkurrenten Wilhelmshavener HV mit 30:28 (17:12) durch und liegt nun sogar vor den punktgleichen Mindenern und dem neuen Schlusslicht TuS N-Lübbecke (alle 11:35) auf dem 16. Platz.

Die Lübbecker mussten beim 24:30 (12:16) gegen die HSG Wetzlar nach ganz schwacher Vorstellung eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Essen hatte letztmals am 21. Oktober 2007 nicht auf dem letzten Rang gestanden. Essens neuer Coach Krysztof Szargiej bescheinigte seinem Team "viel Potenzial" und meinte: "Das war ein richtiges Abstiegskampfspiel, in dem auch die Nerven entscheidend sind."

Einen weiteren Rückschlag musste der SC Magdeburg mit dem 31:33 (15:16) bei den Füchsen Berlin hinnehmen, die sich damit weiter von den Abstiegsrängen absetzten. 9413 Zuschauer bedeuteten neuen Besucherrekord für ein Handball-Spiel in der Hauptstadt.

Im Mittelfeldduell musste Altmeister Frisch Auf Göppingen eine 30:34 (10:18)-Niederlage gegen MT Melsungen hinnehmen.