2008.02.24 Neuss : Pleiten für Kiel und Flensburg in "Königsklasse"

Titelverteidiger THW Kiel kassierte in der Champions League eine überraschende 24:28-Niederlage bei Ademar Leon. Auch die SG Flensburg-Handewitt patzte bei Croatia Zagreb.

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Auch sieben Tore von Blazenko Lackovic reichten nicht für Flensburg

Schwacher Auftritt in der Champions League von Titelverteidiger THW Kiel und Vorjahresfinalist SG Flensburg-Handewitt. Der THW musste beim 24:28 (11:14) bei Ademar Leon in Spanien im dritten Hauptrundenspiel die erste Niederlage hinnehmen, hat aber immerhin weiter alle Chancen auf das Halbfinale. Die Flensburger können die Vorschlussrunde nach einem 25:29 (15:12) bei HC Croatia Zagreb dagegen praktisch abschreiben und haben nur noch rechnerisch die Möglichkeit zum Weiterkommen. Daran klammerte sich auch SG-Coach Kent-Harry Andersson: "Wenn wir jetzt alles gewinnen, glaube ich, dass wir noch weiterkommen", sagte er.

Nach einem Unentschieden im deutschen Hauptrundensuell zum Auftakt gegen Spitzenreiter HSV Hamburg und der 22:30-Abfuhr beim spanischen Spitzenklub Portland San Antonio in der vergangenen Woche waren die Flensburger in Zagreb 45 Minuten lang die bessere Mannschaft. 23:19 stand es eine Viertelstunde vor dem Ende, ehe die Gastgeber aufdrehten und das Spiel noch zu ihren Gunsten entschieden. Sieben Tore des Kroaten Blazeno Lackovic waren für die Flensburger, die unter der Woche durch eine Niederlage beim Erzrivalen THW Kiel auch in der Bundesliga einen Rückschlag im Titelkampf erlitten hatten, am Ende zu wenig. Schon am Mittwoch steht für die SG das nächste Topspiel an, wenn der HSV in der Campushalle gastiert.

Die Kieler verpassten gegen Ademar Leon eine Vorentscheidung im Kampf um den Sieg in der Gruppe 1 und liegen mit 4:2 Zählern nun gemeinsam mit den Spaniern vorn. Nur der jeweils Erste aus den vier Hautrundengruppen erreicht das Halbfinale. Bereits am Donnerstag geht es für die Kieler bei Medwedi Moskau weiter in der "Königsklasse".