2008.02.25 Neuss : DTU-Präsident Düro nach Krisengipfel weiter im Amt

Zumindest bis Anfang November bleibt Rainer Düro als neuer Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) im Amt. Dies ist das Ergebnis eines Krisengipfels am Montagabend.

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DTU-Präsident Düro bleibt im Amt

Rainer Düro bleibt nach einer Krisensitzung als neuer Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) zumindest bis Anfang November im Amt. Darauf verständigten sich Düro, Ex-Präsident Klaus Müller-Ott sowie Thomas Bach und Michael Vesper als Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am Montagabend. Am ersten November-Wochenende soll ein außerordentlicher Verbandstag einberufen werden, auf dem ein neues Präsidium gewählt wird.

"Der erarbeitete Weg bringt die Möglichkeit, in Ruhe unter Wahrung der Arbeitsfähigkeit des Verbandes zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung zu kommen", sagte Bach nach der Sitzung. Düro war auf einem außerordentlichen Verbandstag am 17. Februar in Abwesenheit von Müller-Ott zum neuen DTU-Präsidenten gewählt worden.

Müller-Ott wird dem Verband aber weiterhin in seinen Funktionen als Vize-Präsident der European Triathlon-Union (ETU) und als MItglied des Exekutivkomittess der Internationalen Triathlon-Union (ITU) zur Verfügung stehen. Auf rechtliche Schritte im Zuge des vergangenen Verbandstages wollen alle Beteiligten verzichten.

Bach sieht auch in der Nominierung von deutschen Triathleten für die Olympischen Spiele in Peking kein Problem. "Der DOSB wird nicht zulassen, dass solche verbandsinternen Diskussionen auf dem Rücken der Athleten ausgetragen werden. Wir werden auf jeden Fall die nach unseren Kriterien für die Olympischen Spiele qualifizierten Triathleten nominieren", sagte der DOSB-Präsident. ITU-Chef Les McDonald hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund des Präsidentensturzes Konsequenzen im Zusammenhang mit Olympia geben könnte.