2008.03.01 Neuss : Doppelter Rosenberg sorgt für Werder-Revanche

Werder Bremen hat sich erfolgreich für das Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund revanchiert. Beim 2:0 (1:0) im Bundesliga-Duell war Doppel-Torschütze Markus Rosenberg der Matchwinner.

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Bremens Sebastian Boenisch (l.) gegen Jakub Blaszczykowski

Ein Doppelpack von Markus Rosenberg hält Werder Bremen im Titelrennen. Der schwedische Nationalspieler erzielte in der 45. und 63. Minute beide Tore zu einem verdienten 2:0 (1: 0)-Sieg der Norddeutschen gegen Borussia Dortmund. Die Hanseaten nahmen mit diesem Erfolg Revanche für zwei Niederlagen gegen die Westfalen in der Vorrunde sowie im Pokal-Achtelfinale.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte der Skandinavier allerdings Glück, dass sein erster Treffer Sekunden vor dem Halbzeitpfiff trotz einer Abseitsstellung anerkannt wurde. Am zweiten Tor gab es allerdings nichts zu bemängeln, der Torjäger setzte sich energisch gegen zwei BVB-Abwehrspieler durch und überwand den ansonsten sehr stark spielenden Gäste-Torhüter Marc Ziegler mit einem unhaltbaren Flachschuss. Der Dortmunder Keeper war es auch, der in der 70. Minute mit einer weiteren Glanzparade einen dritten Rosenberg-Treffer verhinderte.

Diegos Fehlen kompensiert

War die Mannschaft von Trainer Thomas Doll vor dem Seitenwechsel noch ein nahezu ebenbürtiger Gegner, übernahmen die Platzherren mit starker Windunterstützung in der zweiten Halbzeit mehr und mehr das Kommando. Auch ohne den gesperrten Mittelfeld-Regisseur Diego liefen die Kombinationen der Norddeutschen immer flüssiger und die Dortmunder Hintermannschaft hatte Schwerstarbeit zu verrichten.

Pech hatten allerdings die Westdeutschen in der 30. Minute, als einem Treffer von Mittelfeldspieler Tinga umstrittenerweise die Anerkennung versagt blieb. Schiedsrichter Dr. Markus Merk aus Otterbach hatte zuvor auf Foulspiel von BVB-Torjäger Mladen Petric gegen den Bremer Patrick Owomoyela erkannt. Die wütenden Proteste der Dortmunder hatten naturgemäß keinen Erfolg. Dieses nicht anerkannte Tor brachte aber zweifellos einen Bruch in den Aktionen des ehemaligen Champions-League-Gewinners, der in der zweiten Halbzeit mit Gegenwind kaum noch vernünftig ins Spiel hineinfand.