2008.03.02 Neuss : Aufsichtsrat-Chef Tönnies stärkt Slomka den Rücken

Mirko Slomka darf auch nach einem möglichen Champions League-Aus seinen Trainerposten bei Schalke erstmal behalten. Eine Job-Garantie bis zum Saisonende erhält Slomka aber nicht.

bto
Mirko Slomka erhält erstmal Rückendeckung

Mirko Slomka soll auch im Fall eines Champions League-Ausscheidens am Mittwoch beim FC Porto Coach des Bundesligisten Schalke 04 bleiben. Das bestätigte der Aufsichtsrats-Chef der Königsblauen Clemens Tönnies der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe).

Ob Slomka in jedem Fall auch bis zum Saisonende bleiben werde, wollte Tönnies allerdings nicht garantieren: "Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt, müssen wir natürlich umdenken. Aber derzeit ist ein Trainerwechsel für uns nicht denkbar."

"Schnusenberg wollte Slomka nur wachrütteln"

Präsident Josef Schnusenberg, der Slomka vor der 0:1-Niederlage gegen Bayern München öffentlich kritisiert hatte, nahm Tönnies in Schutz. Auf Schalke seien immer alle Beteiligten sehr emotional. Schnusenberg habe den Trainer nach der Niederlage in Leverkusen wachrütteln wollen. "In den letzten Jahren haben wir in solchen Situationen geschwiegen. Dies hat uns wichtige Punkte gekostet", sagte Tönnies.

Zudem werde es ein klärendes Gespräch zwischen dem Trainer und den Klub-Verantwortlichen, das Slomka nach der Niederlage am Samstag gegen die Bayern angekündigt hatte, laut Tönnies vorerst nicht geben: "Dieser Gipfel war nie geplant und wird daher auch nicht stattfinden."

Das Achtelfinal-Hinspiel in der "Königsklasse" hatte Schalke gegen Porto 1:0 gewonnen. In der Bundesliga sind die Königsblauen nach der dritten Niederlage in Folge auf Rang sechs zurückgefallen.