2008.03.06 Neuss : Werder unterliegt den Rangers im Ibrox Park 0:2

Werder Bremen hat im Achtelfinal-Hinspiel des UEFA-Cups einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Bundesligist unterlag bei den Glasgow Rangers mit 0:2 (0:1).

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Steven Davis (r.) trifft zum 2:0 gegen Werder Bremens Keeper Tim Wiese

Nach zwei haarsträubenden Fehlern seines Torhüters Tim Wiese droht Werder Bremen im UEFA-Pokal das vorzeitige Aus. Die Hanseaten verloren ihr Achtelfinal-Hinspiel beim schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers mit 0:2 (0:1) und stehen damit im Rückspiel am 13. März im Weserstadion vor einer sehr schweren Aufgabe.

Eingeleitet wurde die überflüssige Niederlage durch den ersten Fehler Wieses Sekunden vor dem Pausenpfiff. Der Schlussmann der Gäste ließ einen harmlosen 30-Meter-Schuss von Daniel Cousin durch die Hände ins Tor gleiten. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn konnte der Ex-Lauterer eine harmlose Hereingabe von Cousin nicht festhalten, dankbarer Nutznießer war Steven Davis, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie schob.

Schaaf: "In Bremen etwas gut machen"

"In der ersten Halbzeit war bis zu dem ersten Gegentor eigentlich noch gar nichts passiert. So gesehen haben wir uns selbst geschlagen. Unsere Kombinationen waren gar nicht so schlecht, aber wir sind nicht zum Abschluss gekommen. Wir haben als Mannschaft verloren und die Spieler haben Tim Wiese nicht verdammt. Nun müssen wir zusehen, dass wir in Bremen etwas gut machen", sagte Werders Trainer Thomas Schaaf.

Von diesen beiden Gegentreffern sichtlich geschockt, fanden die ohnehin indisponierten Norddeutschen in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr in die Begegnung und hatten keinerlei Möglichkeiten, das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten.

Dabei erwiesen sich die Platzherren als eine an diesem Abend durchaus schlagbare Mannschaft. Bis zum glücklichen Führungstreffer waren die 45.959 Zuschauer im nahezu ausverkauften Ibrox Park mit ihrem Team alles andere als zufrieden gewesen. Der Tabellenführer der schottischen Premier League offenbarte große spielerische Mängel, zudem agierte die Mannschaft von Trainer Walter Smith weit weniger offensiv als erwartet. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit waren sogar erste Pfiffe zu hören, ehe die Stimmung durch den Führungstreffer kippte.

Aber auch die Gäste blieben schon im ersten Durchgang deutlich unter ihren Möglichkeiten. Die einzige klare Torchance vergab in der 22. Minute der schwedische Nationalspieler Markus Rosenberg, der mit einem Distanzschuss am Glasgower Torwart Allan McGregor scheiterte.

Doch von dieser Szene abgesehen, fehlte es dem Team von Coach Thomas Schaaf an der nötigen Durchschlagskraft und auch an den Ideen von Diego. Der brasilianische Mittelfeldspieler, in der Bundesliga derzeit gesperrt, fand kaum Bindung zu seinen Nebenleuten. In der Schlussphase hatte der Bundesliga-Zweite nur wenig zuzusetzen und hätte sogar noch höher verlieren können.