2008.03.07 Neuss : Charleroi zu stark für Borussia Düsseldorf

Ohne Spitzenspieler Timo Boll hat Borussia Düsseldorf im Halbfinal-Hinspiel der Tischtennis-Champions-League ein 1:3 gegen Titelverteidiger Royal Villette Charleroi kassiert.

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Timo Boll fehlt Borussia Düsseldorf

Für Borussia Düsseldorf wird es in der Champions League ganz schwer mit dem Einzug ins Finale. Ohne Starspieler Timo Boll verlor der deutsche Tischtennis-Rekordmeister sein Halbfinal-Hinspiel gegen Titelverteidiger Royal Villette Charleroi mit 1:3, Dreifach-Europameister Boll hatte wegen Formrückstands nach seiner Knieverletzung kurz vor Spielbeginn auf einen Einsatz verzichtet. Düsseldorf hatte letztmals im Jahr 2000 die Champions League gewonnen.

Kroppach siegt - Schiedsrichter verschollen

Dagegen steht bei den Frauen der FSV Kroppach durch ein 3:1 im Final-Hinspiel gegen MF Services Heerlen aus den Niederlanden vor dem ersten Triumph in der "Königsklasse" seit 2003. Allerdings spielten beide Teams unter Protest, da die beiden internationalen Schiedsrichter aus Luxemburg nicht am Wettkampfort eintrafen.

Vor knapp 3000 Zuschauern in Düsseldorf entschied Dimitrij Ovtcharov im Auftaktmatch gegen Alexej Smirnow nur den ersten Satz für sich und unterlag mit 1:3. Smirnow revanchierte sich damit erfolgreich für seine bei der Mannschafts-WM erlittene Niederlage gegen den 19 Jahre alten EM-Dritten.

Petr Korbel hielt beim 0:3 gegen Ex-Europameister Wladimir Samsonow nur im ersten Satz mit, den er mit 12:14 verloren geben musste. Zwar verkürzte Christian Süß durch ein 3:0 gegen Belgiens Tischtennis-Legende Jean-Michel Saive, doch Samsonow sicherte Charleroi durch ein 3:0 gegen Ovtcharov den Sieg.

Das Spiel in Kroppach startete erst mit 45-minütiger Verspätung. Da die beiden Unparteiischen nicht zu erreichen waren, sprangen andere in der Halle anwesende Schiedsrichter ein. "Wir hoffen nur, dass den Beiden nichts passiert ist. Die ETTU muss sich der Angelegenheit dann annehmen und eine Entscheidung treffen", sagte der ehemalige FSV-Manager Hans-Jürgen Bertling.

Am Tisch holten Deutschlands Nummer eins Wu Jiaduo (3:0 gegen Ni Xialian) und Zhu Hong (3:0 gegen Wang Chen/3:2 gegen Ni) die drei Punkte zum Sieg. Für Heerlen punktete nur Europameisterin Li Jiao (3:2 gegen Krisztina Toth).