2008.03.08 Neuss : Alba auch gegen Ulm von der Rolle

Alba Berlin droht den Kontakt zur Spitze der Basketball-Bundesliga zu verlieren. Das 90:94 gegen ratiopharm Ulm war die dritte Heimniederlage in den letzten vier Partien.

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Erneute Heimpleite für Alba Berlin

Der siebenmalige deutsche Basketballmeister Alba Berlin droht in der Bundesliga den Anschluss zu verlieren. Am 23. Spieltag kassierten die Albatrosse eine 90:94 (46: 42)-Heimniederlage gegen ratiopharm Ulm und blieb damit in der Tabelle mit 36:12 Punkten auf dem dritten Rang hinter Spitzenreiter Artland Dragons Quakenbrück (38:8) und Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen (36:10).

Die Artland Dragons hatten am Samstag beim 97:66 (48:33) gegen Schlusslicht Science City Jena keine Mühe, Leverkusen siegte bereits 24 Stunden vorher 88:76 (49:40) beim Pokalsieger Köln 99ers. Im Verfolgerfeld unterlagen die Baskets aus Bamberg (30:14 Punkte) ohne den aus der Halle verwiesenen Trainer Dirk Bauermann überraschend mit 57:69 (34:38) bei den abstiegsbedrohten Walter Tigers Tübingen.

Bonn besiegt Tabellennachbar Frankfurt

Dagegen gewann der Namensvetter aus Bonn (30:16) mit 81:64 (46:39) gegen den Tabellennachbarn Frankfurt Skyliners (26:22). Im Kampf um den Klassenerhalt feierten die Gießen 46ers einen wichtigen 90:82 (41:39)-Sieg über die Bremerhavener Eisbären.

Auf eigenem Parkett leistete sich Berlin die dritte Pleite in den letzten vier Heimspielen. Vor 6887 Zuschauern spielte der fünfmalige deutsche Pokalsieger zu unkonzentriert, leistete sich viele technische Fehler und kam nur auf eine Freiwurfquote von 48 Prozent.

Coach Bauermann wird der Halle verwiesen

Das Spiel des Tabellendritten kippte im dritten Viertel. Bei einer 64:53-Führung verspielten die Berliner den Vorsprung binnen drei Minuten, in denen ihnen nur drei Zähler im Gegensatz zu 16 Punkten für Ulm gelangen. Die Ulmer gewannen erstmals nach neun Niederlagen an der Spree wieder gegen die Gastgeber.

In Tübingen war das Spiel für Bambergs Coach Bauermann schon nach 19 Minuten gelaufen. Der Startrainer und Nationalcoach wurde wegen des zweiten technischen Fouls aus der Halle verwiesen. Danach war auch sein Team völlig von der Rolle, was sich vor allem im letzten Viertel bemerkbar machte. Die Bamberger blieben fünfeinhalb Minuten ohne Punktgewinn, während Tübingen von 54:50 auf 67:50 davonzog.