2008.03.08 Neuss : Phoenix kann Talfahrt mit O'Neal nicht stoppen

Beim 118:126 gegen Utah haben die Phoenix Suns in der NBA die sechste Pleite im neunten Spiel mit Neuzugang Shaquille O'Neal kassiert. Indes riss die Serie der San Antonio Spurs.

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Großes Elend: Shaquille O'Neal bringt Phoenix nicht den erhofften Erfolg

Die Phoenix Suns schlittern in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA immer mehr in die Krise - und die trägt augenscheinlich den Namen Shaquille O'Neal. Bei der 118:126-Pleite im West-Schlager gegen die Utah Jazz kassierte der Titelaspirant die sechste Niederlage im neunten Spiel seit der Verpflichtung des "Diesel" und muss sich nun sogar Sorgen um den Einzug in die Play-offs machen: Die Denver Nuggets, derzeit auf Platz neun im Westen, liegen nach ihrem 109:96-Erfolg gegen die San Antonio Spurs nur noch drei Siege hinter den Suns (6.) zurück.

Dabei zeigte der 14-malige Allstar O'Neal keineswegs eine schlechte Leistung, erzielte mit 20 Punkten eine persönliche Bestleistung im Phoenix-Dress, schnappte sich zudem sieben Rebounds. Und auch Amare Stoudemire (37 Punkte, acht Rebounds) und Steve Nash (17 Punkte, 15 Assists) erwischten einen guten Tag. Hinter der "Starting Five" herrschte bei den Suns, die nur acht Spieler einsetzen konnten, aber gähnende Leere. So konnten die Hausherren die Partie zwar bis zum 117:118 1:25 Minuten vor Schluss offen gestalten, in der Schlussphase hatten die mannschaftlich geschlosseneren Jazz aber mehr Luft. Deron Williams zum 120:117 und Carlos Boozer zum 122:118 setzten die entscheidenden Treffer zugunsten der Gäste, die das Schlussviertel mit 41:24 gewannen. Neben Williams (25 Punkte, 15 Assists) und Boozer, der 17 seiner 23 Zähler in der zweiten Halbzeit erzielte, überragte Mehmet Okur mit 25 Punkten und 14 Rebounds.

Anthony und Iverson knacken die Spurs

Bei Denvers Heimsieg gegen San Antonio zeigten sich die Nuggets-Stars Carmelo Anthony (29 Punkte) und Allen Iverson (25) einmal mehr in blendender Spiellaune. Die Spurs, die nach elf Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen mussten, hatten in Manu Ginobili (24) und Tim Duncan (23) ihre besten Werfer. Durch die Niederlage fiel San Antonio im Westen auf Platz zwei zurück. Neuer Primus sind die Los Angeles Lakers, die beim überlegenen 119:82-Derbysieg gegen die Clippers den 14. Sieg in 16 Spielen seit der Verpflichtung von Pau Gasol einfuhren. Der Spanier (10 Zähler, 11 Rebounds) war einer von sieben Akteuren seines Teams um Topscorer Kobe Bryant (17 Zähler), die zweistellig punkteten.

Die Boston Celtics untermauerten ihre Vormachtstellung im Osten durch ein 116:93 im Prestigeduell gegen die Chicago Bulls. Beim 48. Sieg im 60. Spiel kam Kevin Garnett auf 16 Punkte und liegt nun nur noch sieben Zähler unter der magischen 20.000-Punkte-Marke. Bostons Topscorer war Paul Pierce mit 22 Zählern. Eine einmal mehr bemitleidenswerte Vorstellung bot 2006er-Champion Miami Heat. Ohne Star Dwyane Wade und mit nur sieben gesunden Spielern ging Miami daheim 99:134 gegen die Golden State Warriors unter und ist mit nur elf Siegen in 59 Spielen weiter schlechtestes Team der Liga.

Die Spiele des Tages in der Übersicht:

Toronto Raptors - Washington Wizards 106: 110 n.V., Philadelphia 76ers - Seattle SuperSonics 117:83, Charlotte Bobcats - Atlanta Hawks 108:93, New York Knicks - Detroit Pistons 97:101, Miami Heat - Golden State Warrios 99:134, Boston Celtics - Chicago Bulls 116:93, New Orleans Hornets - New Jersey Nets 107:96, Milwaukee Bucks - Portland Trail Blazers 101:103, Phoenix Suns - Utah Jazz 118:126, Sacramento Kings - Minnesota Timberwolves 103:111, Denver Nuggets - San Antonio Spurs 109:96, Los Angeles Lakers - Los Angeles Clippers 119:82