2008.03.08 Neuss : Überraschendes FA-Cup-Aus für "ManU" und Chelsea

Manchester United und der FC Chelsea sind im Viertelfinale des FA-Cups überraschend gescheitert. Der englische Meister verlor gegen Portsmouth ebenso 0:1 wie Chelsea in Barnsley.

bto
Michael Carrick vergab die größte "ManU"- Chance

Einen Titel weniger, den Manchester United in dieser Saison holen kann. Der englische Meister ist im Viertelfinale des FA-Cups nach einem dramatischen Spiel überraschend rausgeflogen. Im heimischen Old Trafford unterlagen die Schützlinge von Teammanager Sir Alex Ferguson gegen den Ligakonkurrenten FC Portsmouth mit 0:1 (0:0). Nachdem "ManU" zahlreiche große Chancen nicht verwerten konnte, sorgten Sully Muntari per Strafstoß in der 78. Minute für die Entscheidung.

Vorausgegangen war ein Foulspiel von United-Ersatztorwart Tomasz Kuszczak gegen den tschechischen Nationalspieler Milan Baros im Strafraum. Der Schlussmann von Manchester, der mit Beginn der zweiten Halbzeit den verletzten Stammkeeper Edwin van der Sar ersetzt hatte, sah zudem die Rote Karte. Abwehr-Ass Rio Ferdinand musste stattdessen zwischen die Pfosten des "ManU"-Gehäuses, war aber beim platziert geschossenen Strafstoß machtlos.

Die größte Chance für United vergab Michael Carrick Mitte der zweiten Halbzeit, als er zweimal das Kunststück fertig brachte, den Ball im von Torhüter David James verlassenen Portsmouth-Gehäuse nicht unterzubringen.

Pokalschreck Barnsley schlägt wieder zu

Auch der FC Chelsea hat sich völlig überraschend schon im Viertelfinale aus dem FA-Cup verabschiedet. Der Titelverteidiger aus London, Verein von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, blamierte sich durch ein 0:1 (0:0) beim Zweitligisten FC Barnsley.

Der nigerianische Angreifer Kayode Odejayi (66.) erzielte per Kopfball auf Vorarbeit von Martin Devaney das vielumjubelte Tor des Tages für den krassen Außenseiter Barnsley. Ballack spielte bei Chelsea 90 Minuten durch. Auch die Einwechslung des ehemaligen Bundesliga-Profis Claudio Pizarro in der 74. Minute auf Seiten der Blues konnte keine Wende mehr herbeiführen.