2008.03.09 Neuss : Allofs: "Zu sorglos und unorganisiert"

Werder Bremen hat sich durch das 3:6 beim VfB Stuttgart vorerst aus dem Meisterrennen verabschiedet. Im Interview spricht Manager Klaus Allofs über die bittere Niederlage.

usc1
Schwarzer Tag für Klaus Allofs (l.) und Trainer Thomas Schaaf

Nach dem 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals bei den Glasgow Rangers hat Werder Bremen in der Bundesliga den nächsten Nackenschlag versetzt bekommen. Im Interview äußert sich Manager Klaus Allofs zur bitteren 3:6-Niederlage beim deutschen Meister VfB Stuttgart.

Frage: "Wie frustriert sind Sie nach dem 3:6 beim VfB Stuttgart?"

Klaus Allofs: "Nach einem solchen Spiel ist es schwierig, etwas Schlaues zu sagen. Wir waren zu sorglos und unorganisiert. Bei allem Bemühen in der Offensive muss man auch seinen Verstand einsetzen. Fast alle Gegentore haben wir durch Konter kassiert - und das auswärts. Das darf einfach nicht passieren."

Frage: "Der Rückstand zu Bayern München beträgt nun sieben Punkte. War es das mit der Meisterschaft für Werder?"

Allofs: "Wenn man sechs Gegentore bekommt, braucht man über den Titel nicht zu reden. Das kann dann kein Thema sein. Meister wird man nur, wenn man sich entsprechend clever verhält. Wir sollten jetzt das Augenmerk auf die Qualifikation für die Champions League legen - das wird schwierig genug."

Frage: "Woran hat es Ihrer Meinung nach gelegen, dass die Mannschaft, die ja eigentlich erfahren genug sein sollte, am Ende so eingebrochen ist?"

Allofs: "So erfahren ist das Team auch wieder nicht. Die Spieler sahen alle nur so alt aus, weil sie am Donnerstag schon im UEFA-Pokal gespielt haben."

Frage: "Also ist doch die Mehrfachbelastung Schuld?"

Allofs: "Nein, da suchen wir bestimmt nicht nach Ausreden. Und die Einstellung hat ja gestimmt. Es wurden einfach zu viele Fehler gemacht."

Frage: "Überflüssig war auch die Rote Karte kurz vor Spielende von Per Mertesacker, oder wie bewerten Sie das Foul von ihm an Mario Gomez?"

Allofs: "Da will ich gar nicht mehr drüber reden. Diesmal kam alles zusammen. Nach so einem Tag bin ich froh, wenn ich ohne Verletzung in den Bus einsteige."