2008.03.10 Neuss : Eggimann wechselt nach Hannover

Der Schweizer Nationalspieler Mario Eggimann wird den Aufsteiger Karlsruher SC verlassen und in der kommenden Saison für Hannover 96 spielen.

are1
Mario Eggimann geht nach Hannover

Der Karlsruher SC verliert einen seiner wichtigsten Erfolgsgaranten. Bundesliga-Konkurrent Hannover 96 hat für die kommende Saison den Schweizer Nationalspieler Mario Eggimann verpflichtet. Der Eidgenosse erhält einen Vertrag bis 2013. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger ist Kapitän von Aufsteiger Karlsruher SC und einer der Garanten für den überraschenden Erfolg der Badener in dieser Spielzeit. Eggimann hat in Karlsruhe noch einen Vertrag bis 2010, der aber eine Ausstiegsklausel für 1,4 Millionen Euro Ablöse enthalten soll. Er wurde am Montag in Hannover vorgestellt.

"Ich habe mich für das Konzept von Hannover entschieden, Trainer Dieter Hecking und Manager Christian Hochstätter haben mich davon überzeugt, dass 96 etwas aufbauen will", erklärte Eggimann. Hecking will den KSC-Kapitän als Führungsspieler auch in seinem Team aufbauen: "Er kann ein wichtiger Baustein für die Zukunft sein. Die Verpflichtung von Mario ist eine weitere Form der Weiterentwicklung unserer Mannschaft."

Eggimann hatte zahlreiche Angebote aus der Bundesliga. Unter anderem waren Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin, Eintracht Frankfurt sowie Spartak Moskau an dem kopfballstarken Abwehrspieler interessiert. Eggimann war sechs Jahre für den KSC tätig. Nach Mittelfeldregisseur Tamas Hajnal (Dortmund) verlieren die Karlsruher damit zur kommenden Spielzeit bereits den zweiten Leistungsträger an einen finanzkräftigeren Klub, der zurzeit in der Tabelle schlechter platziert ist als sie.

Hannover 96 rüstet damit weiter auf. Präsident Martin Kind plant mittelfristig den Vorstoß in den internationalen Wettbewerb und stellt dafür die notwendigen Millionen zur Verfügung. Am Freitag hatte der Hauptsponsor (TUI) seinen Vertrag verlängert und zahlt künftig etwa vier Millionen Euro pro Jahr, doppelt so viel wie bisher.

Eggimann ist nach dem in der Winterpause von Bayern München geholten Valerien Ismael der zweite prominente Zugang für die Innenverteidigung. Im Gegenzug soll der KSC Interesse an Hannovers Abwehrspieler Frank Fahrenhorst haben.