2008.03.11 Neuss : DOSB benennt Mitglieder für Anti-Doping-Kommission

Am Dienstag hat der Deutsche Olympische Sportbund die Mitglieder der Anti-Doping-Kommisssion benannt. Zum Gremium gehört unter anderem Ex-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl.

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DOSB-Präsident Thomas Bach

Am Dienstag hat der Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in seiner Sitzung die Unabhängige Kommission zur Überprüfung von Trainern und Offiziellen mit Dopingvergangenheit eingesetzt. Als Vorsitzender wurde Udo Steiner, Bundesverfassungsrichter a.D., als weitere Mitglieder wurden Heide Ecker-Rosendahl, Olympiasiegerin 1972, und Bundestagsmitglied Steffen Reiche berufen. Die Einrichtung dieser Kommission ist bereits im Januar dieses Jahres beschlossen worden.

"Die Kommission soll Betreuer und Begleiter von Athleten mit einer Doping-Vergangenheit überprüfen", erklärte DOSB-Präsident Thomas Bach. Der Auftrag des Gremiums sei dem der "Gauck-Kommission" vergleichbar, die den DOSB beim Thema Stasivergangenheit beratend zur Seite steht.

Das Motto lautet "Null Toleranz"

Die Kommission könne für das DOSB-Präsidium laut Bach bereits bei der Nominierung der deutschen Olympiamannschaft für die Sommerspiele Peking hilfreich unter die Arme greifen, wenn es gelte, das Motto "Null Toleranz gegen Doping" umzusetzen. "Die Kommission steht ebenfalls den Verbänden bei der Besetzung von Führungspositionen oder bei Wahlen von Personen in führende Positionen zur Verfügung", erklärte der DOSB-Chef.

Zugleich machte Bach deutlich, dass das neu geschaffene Gremium "keine Untersuchungskommission" sei. Sie werde nur tätig, wenn gegen Trainer, Ärzte oder Betreuer in Sachen Dopingmithilfe "ein begründeter Anfangsverdacht" vorliege. Dann sei der Rat und das unabhängige, fachkundige Urteil der Kommission gefragt.