2008.03.11 Neuss : Ende März kommt vorerst das Aus für UITG

Das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany existiert vorerst nur noch bis zum Monatsende. Die drei Hauptsponsoren beschlossen, alle Verträge nicht zu verlängern.

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Vorerst auf dem Trockenen: Das United Internet Team Germany

Für das United Internet Team Germany fällt erwartungsgemäß am Monatsende vorerst der Vorhang. Auf einer Krisensitzung in Ingolstadt beschlossen die drei Hauptsponsoren, wegen der Unsicherheiten über die Zukunft des ältesten Hochseesegel-Wettbewerbs der Welt alle Ende März auslaufenden Verträge nicht zu verlängern. "Im Moment gibt es keine Grundlage, die Arbeit für die zweite Teilnahme am America's Cup wie bisher fortzuführen", teilte das Team mit.

Erst im vergangenen Jahr hatte das UITG den zweimaligen America's-Cup-Gewinner Jochen Schümann als Sportdirektor ins Boot geholt. Zusätzlich wurden weitere prominente deutsche Segler wie Tony Kolb und Tim Kröger sowie der Deutsch-Pole Karol Jablonski verpflichtet.

Warten auf das Urteil geht weiter

Derzeit ist nicht absehbar, wann zum 33. Mal um die Silberkanne ohne Boden gesegelt wird. Seit Wochen überfällig ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshof von New York, der über die Regularien des neuen Wettbewerbs zu befinden hat. Über diese Modalitäten ist ein Rechtsstreit zwischen dem Schweizer Cupverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW ORACLE Racing entbrannt.

Eine kleine deutsche Kerntruppe wird möglicherweise im Sommer an einer Grand-Prix-Serie mit anderen ebenfalls beschäftigungslosen Syndikaten aus dem Cup-Zirkus teilnehmen. Ob diese Rennen, für die unter anderem Kiel als Austragungsort im Gespräch ist, aber tatsächlich stattfinden, ist derzeit noch fraglich.