2008.03.11 Neuss : VfB holt beim Nachsitzen in Cottbus drei Punkte

Meister VfB Stuttgart hat das Bundesliga-Nachholspiel bei Energie Cottbus 1:0 (1:0) gewonnen. Fernando Meira vergrößerte mit seinem Tor die Abstiegssorgen der Lausitzer.

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Ivan Radeljic (l.) im Zweikampf mit Sergiu Radu

Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat die internationalen Startplätze und das Saisonziel wieder fest im Visier. Die Schwaben setzten sich im Nachholspiel bei Energie Cottbus nach einer zwar glanzlosen, aber souveränen Vorstellung mit 1:0 (1:0) durch und verdrängten dank des vierten Liga-Sieges in Folge Aufsteiger Karlsruher SC von Rang sechs. Das Spiel der 22. Runde war wegen des Orkantiefs "Emma" verschoben worden.

Veh: "Wir haben klar dominiert"

Abwehrchef Fernando Meira erzielte in der 30. Minute den Siegtreffer für den VfB, der mit nun 37 Punkten nur noch einen Zähler hinter einem UEFA-Cup-Platz liegt, der vor der bislang durchwachsenen Saison als Ziel formuliert wurde. Im Vergleich zur 6:3-Gala vor drei Tagen gegen Werder Bremen verzichtete Trainer Armin Veh sogar auf den angeschlagenen dreifachen Torschützen Mario Gomez. "Wir haben klar dominiert, hatten eine gute Raumaufteilung, haben kombiniert und nach dem Bremen-Spiel auch wieder ordentlich gestanden. Sie haben uns nicht greifen können, weil wir schnell gespielt haben", sagte ein zufriedener Veh.

Die Cottbuser dagegen verpassten den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg bleibt Energie in der Rückrunde Tabellen-Schlusslicht, die Lausitzer liegen seit dem dritten Spieltag in der Abstiegszone. "Schade, ein Eckball hat den Unterschied ausgemacht. Bei uns fehlte der letzte Pass, aber wir machen weiter", sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar.

Torjäger Gomez nicht dabei

Vor etwa 13.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft stürmte anstelle von Gomez, den muskuläre Probleme plagten, der Ex-Cottbuser Sergiu Radu. Zudem fanden sich Meira, Roberto Hilbert sowie Ludovic Magnin im Gegensatz zum Bremen-Spiel in der ersten Elf wieder.

Hilbert hatte auch die erste große Chance, als er nach einer Flanke per Kopf den Pfosten traf (12.). Ansonsten machten sich die vielen Umstellungen bei den Gästen zunächst bemerkbar. Stuttgart tat sich anfangs schwer gegen die gut organisierte Energie-Mannschaft. Die Umstellung der Cottbuser auf eine Dreier-Abwehrkette, die im Rückwärtsgang durch die beiden äußeren Mittelfeldspieler verstärkt wurde, zahlte sich anfangs aus.

Meira köpft ungehindert zur Führung ein

Mit zunehmender Spielzeit bekamen die Gäste das Spiel jedoch besser in den Griff und ließen den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen. Torgefahr resultierte jedoch meist aus Standardsituationen. So ging der VfB auch nach einer Ecke in Führung. Abwehrchef Meira, der eine Adduktorenverletzung auskuriert hatte, stieg im Strafraum der Cottbuser am höchsten und köpfte ungehindert ein (30.).

Wenig später mussten die Gastgeber einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als Kapitän Timo Rost die 5. Gelbe Karte sah und somit im kommenden Punktspiel gegen Spitzenreiter Bayern München gesperrt ist.

"Wir hatten zuviel Respekt", analysierte Cottbus-Manager Steffen Heidrich in der Halbzeitpause. Diesen legten die Cottbuser im zweiten Spielabschnitt zwar etwas ab, doch die Angriffsbemühungen wirkten planlos. Der VfB blieb die bestimmende Mannschaft, die im Vergleich zur ersten Halbzeit aber einen Gang zurückschaltete.