2008.03.14 Neuss : ALMS auch in Zukunft mit Audi

Audi bleibt auch künftig in der American Le Mans Series (ALMS). "Die ALMS ist für einen Automobilhersteller eine hervorragende Plattform", so Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

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Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich

Audi bleibt in der American Le Mans Series (ALMS). Wie der sid vorab in Erfahrung bringen konnte, hat sich der Ingolstädter Automobilhersteller vor dem Saisonstart beim Zwölf-Stunden-Rennen im US-amerikanischen Sebring entschieden, trotz unterschiedlicher Ansichten über das Reglement werksseitig zwei R10 TDI einzusetzen.

"Die ALMS ist für einen Automobilhersteller eine hervorragende Plattform, in Amerika Motorsport auf hohem Niveau mit innovativer Technik zu betreiben", sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich: "Diese Plattform wollen wir weiter nutzen - vor allem auch, um die Diesel-Kampagne in den USA zu unterstützen. Wir werden Kampfgeist zeigen und trotz der Reglement-Situation versuchen, siegfähig zu sein." Nach Audi-Simulationen haben die leichteren Sportwagen der LMP2-Klasse wie Porsche oder Honda-Acura auf sieben der elf Strecken durch das Reglement rechnerisch Vorteile.

Beim Langstrecken-Klassiker in Sebring (Samstag, 15.05 MEZ), wo Audi seit 2000 ungeschlagen ist, steht aber ein R10 auf der Pole Position. Nachdem das Qualifying wegen eines Unfalls nach wenigen Minuten abgebrochen worden war, zählten die besten Trainingszeiten für die Startaufstellung, die Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen, Rinaldo Capello und Allan McNish (Dänemark/Italien/Schottland) anführen.

Deutsches Trio auf Rang drei

Hinter dem Peugeot von Pedro Lamy/Nicolas Minassian/Stephane Sarrazin (Portugal/Frankreich/Frankreich) steht der zweite Audi mit dem deutschen Fahrertrio Lucas Luhr/Mike Rockenfeller/Marco Werner (Koblenz/Neuwied/Ermatingen) auf Startplatz drei. Luhr und Rockenfeller werden die gesamte ALMS-Saison bestreiten, den zweiten R10 übernehmen ab dem zweiten Rennen die Le-Mans-Sieger Frank Biela (Neuss) und Emanuele Pirro (Italien). Capello/McNish starten wie die DTM-Piloten Rockenfeller und Alexandre Premat (Frankreich) in der Europäischen Le-Mans-Serie (LMS).

Im vorigen Jahr hatte Audi mit 4:8 Siegen gegen den Rivalen Porsche, dessen LMP2-Autos mit Benzinmotoren leichter sein und einen größeren Tank verwenden dürfen als die Diesel-Renner von Audi oder Peugeot in der LMP1-Kategorie, den Kürzeren gezogen.

Die Stuttgarter, beim traditionellen ALMS-Auftakt und Saisonöhepunkt in Sebring trotz der Siegesserie von Audi mit 17 Gesamt- und 62 Klassensiegen immer noch erfolgreichster Hersteller, beteiligen sich nicht an der Reglement-Diskussion und setzen mit dem renommierten Penske-Team zwei RS Spyder für Timo Bernhard/Emmanuel Collard/Romain Dumas (Dittweiler/Frankreich/Frankreich) sowie Sascha Maasen/Ryan Briscoe/Patrick Long (Aachen/USA/Australien) ein, die auf die Startplätze vier und fünf fuhren. `Unser Ziel ist es, den Sieg in der hart umkämpften Klasse LMP2 einzufahren', sagt Porsche-Sportchef Hartmut Kristen.