2008.03.14 Neuss : Beyer steigt nach 17 Monaten wieder in den Ring

Für Markus Beyer endet heute eine 17-monatige Leidenszeit. Mit einem Sieg gegen den Russen Murat Mahmudow will sich der Ex-Weltmeister für einen Fight gegen Roy Jones jr empfehlen.

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Markus Beyer nach seinem bisher letzten Kampf

Markus Beyer ist zurück: Auf den Tag genau 17 Monate nach seiner schweren K.o.-Niederlage im WM-Kampf gegen den Dänen Mikkel Kessler klettert der Ex-Weltmeister heute wieder in den Boxring. Der mittlerweile 36 Jahre alte Supermittelgewichtler trifft in München (22.30 Uhr/live bei Premiere) auf den Russen Murat Mahmudow, der seine drei Niederlagen in 19 Kämpfen als bewährter Aufbaugegner für in Deutschland gemanagte Kämpfer erlitten hat. Am Freitag darf der Moslem mit einer Ausnahmegenehmigung mit Vollbart in den Ring steigen.

Beyer musste im September 2006 gegen Kessler seine WBC- und WBA-Gürtel abgeben und war seitdem nicht mehr aktiv. Er musste sich einer Handoperation unterziehen und hatte auch eine Auseinandersetzung mit seinem Promoter Wilfried Sauerland, der nicht mehr an die sportliche Zukunft des Sachsen glaubte. Inzwischen kämpft er für den Stall des Hamburgers Ahmed Öner, der in Beyer für zunächst vier Kämpfe einen bekannten Namen und "Türöffner" für Übertragungen im deutschen Pay-TV verpflichten konnte.

Roy Jones jr als Gegner im Gespräch

Öner plant mit Beyer einen schlagzeilenträchtigen Kampf gegen den US-Amerikaner Roy Jones jr. Der ehemalige Box-Superstar ist inzwischen 39 Jahre alt und hat seine beste Zeit ebenfalls lange hinter sich. Jones will sich Beyers Kampf in München live am Ring ansehen.

"Ich hätte nie gedacht, dass Roy Jones überhaupt jemals nach Deutschland kommt. Wenn ich derjenige sein kann, der hier gegen ihn boxt, wäre das natürlich eine große Ehre für mich", erklärte Beyer: "Ich habe immer gesagt, dass ich noch einen richtigen großen Kampf machen will. Bisher hatte ich dafür immer eine WM im Kopf, aber natürlich wäre auch ein Kampf gegen Roy Jones jr. eine Riesensache."