2008.03.16 Neuss : Nick Heidfeld: "Strategie ist aufgegangen"

BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld fuhr beim ersten Saison-Grand-Prix in Melbourne auf das Podium. Zu seinem Kampf um Platz zwei äußerte sich der Mönchengladbacher im Interview.

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Nick Heidfeld erkämpfte sich den zweiten Platz in der Box

Mit einem guten Grand-Prix-Ergebnis starteten die deutschen Piloten in Melbourne in die Saison. Der Williams-Fahrer Nico Rosberg und BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld lieferten sich ein spannendes Duell im Albert Park, bei dem Nick Heidfeld schlussendlich die Nase vorn hatte. Der Mönchengladbacher reist nun mit einem Acht-Punkte-Erfolg zum Grand-Prix in Malaysia am kommenden Sonntag. Zu seinem Kampf um Platz zwei äußerte sich der Mönchengladbacher im Interview.

sid: "Platz zwei im ersten Rennen - hatten Sie mit diesem tollen Auftakt gerechnet?"

Nick Heidfeld: "Nach dem Qualifying am Samstag hatte ich es mir schon erhofft, auf das Podium zu kommen, denn ich wusste, dass ich viel Sprit drin habe."

sid: "Sie hatten lange mit Nico Rosberg zu kämpfen, der dann Dritter geworden ist. Hat Sie dessen starker Auftritt überrascht?"

Heidfeld: "Vor dem Rennen dachte ich noch, dass die einzige Konkurrenz die beiden McLaren-Mercedes und mein Teamkollege sein werden. Dann ist beim Start leider Nico durchgeschlüpft, was das Rennen etwas schwieriger gemacht hat."

sid: "Sie haben Rosberg dann beim Boxenstopp überholt ..."

Heidfeld: "Nach dem Start hatte ich gedacht, dass es für mich nicht so super gut läuft. Nico war relativ nah an mir dran, und wir sind beide in derselben Runde reingekommen. Beim Boxenstopp hatte ich das Glück, dass ich ganz knapp vor Nico rausgekommen bin."

sid: "Rosberg wirft Ihnen vor, dass Sie ihn beim Boxenstopp in den Mauer gedrängt haben. Stimmt das?"

Heidfeld: "Ich kann es nur aus meiner Situation aus dem Auto heraus schildern. Aus meiner Sicht war das alles in Ordnung. Mehr Platz konnte ich Nico nicht lassen, die Boxengasse ist hier nun einmal sehr schmal."

sid: "Sie hatten auch ein Problem mit der Trinkflasche ..."

Heidfeld: "Das Getränk lief permanent aus der Trinkflasche in den Helm, ohne dass ich einen Knopf gedrückt habe. Das hat sich zum Glück während des Rennens behoben."