2008.03.16 Neuss : Porsche verdrängt Audi in Sebring

Seit 2000 hielt die Siegesserie des Audi-Teams beim 12-Stunden-Rennen im US-amerikanischen Sebring an. In diesem Jahr fährt Porsche einen Doppelsieg ein. Audi belegt Platz drei.

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Zum ersten Mal hatte Porsche im US-amerikanischen Sebring die Nase vorn. Die Schwaben fuhren beim 12-Stunden-Rennen in Florida auf die Plätze eins und zwei und verwiesen somit den besten Audi-Piloten auf Platz drei. Zuvor hatten die Ingolstädter seit 2000 in Sebring immer gewinnen können.

Timo Bernhard aus Dittweiler und die beiden Franzosen Romain Dumas und Emmanuel Collard setzten sich im Porsche RS Spyder vor ihren Teamkollegen Marino Franchitti/Andy Lally/Butch Leitzinger (Großbritannien/USA/USA) durch und bescherten den Stuttgartern den insgesamt 15. Doppelsieg in Florida. Audi, das seit 2000 in Sebring ungeschlagen war, musste sich mit Rang drei für die Trainingsschnellsten Rinaldo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish (Italien/Dänemark/Schottland) im R10 TDI zufrieden geben. Der zweite Audi mit Lucas Luhr/Mike Rockenfeller/Marco Werner (Koblenz/Neuwied/Ermatingen) landete auf Platz sechs.

"Dieser Sieg hat uns in unserer Sammlung der großartigen Erfolge mit dem RS Spyder nocht gefehlt. Möglich war dieser Erfolg nur, weil alle im Team Penske Racing zwölf Stunden lang keinen einzigen Fehler gemacht haben", sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen nach dem 18. Gesamtsieg insgesamt und dem ersten seit Klaus Ludwig/Hans-Joachim Stuck 1988.

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich war dagegen enttäuscht. "Wir hatten zu viele technische Probleme, die wir aussortieren müssen. Das hat auch dazu geführt, dass wir nicht so schnell fahren konnten wie wir es uns vorgenommen hatten", sagte er und sparte nicht mit Kritik: "Auch Fahrer und Team waren nicht fehlerfrei, wodurch wir uns einige Strafen eingehandelt haben. Wir waren einfach nicht auf dem Level, auf dem wir sein wollten. Daran müssen und werden wir sofort arbeiten."